Paketlieferdienstbote hält einen Stapel Pakete ohne Label vor seinem Gesicht in die Kamera

Redaktion Magazin

Wie Paketdienste smarter parken

Halteverbot meiden mit Park-Apps

Dank Amazon und Co. wächst der E-Commerce stetig weiter. Die Paketbranche profitiert, stößt aber gleichzeitig an Grenzen. Schuld ist häufig die sogenannte letzte Meile. Ist Smart Parking die Lösung?

Überfüllte und enge Straßen mitten in der Stadt, absolutes Halteverbot, zig andere Lieferfahrzeuge – und dann ist der Empfänger nicht zu Hause: Um ein Paket auszuliefern, muss ein Zusteller viel Energie aufbringen. Laut einer McKinsey-Studie entstehen gut 50 Prozent der Lieferkosten für Logistikdienstleister auf den letzten Metern zum Ziel. Viele verschiedene Parteien, schwer zugängliche Briefkästen, weite Wege und vorm Haus reiht sich Auto an Auto: Zusteller stehen unter besonderem Stress, den am Ende offenbar auch die Kunden zu spüren bekommen. In sozialen Medien häufen sich Berichte über zerstörte Pakete, falsch zugestellte Briefe und kuriose Abwesenheitsnachrichten. Mit Facebook, Twitter und Co. ist zwar auch die Beschwerdehemmschwelle gesunken, dennoch wird der Trend von offizieller Stelle bestätigt: Die Bundesnetzagentur verzeichnet seit Jahren mehr Beschwerden bei Paketzustellungen.

Paketdienste: Mehr Personal allein reicht nicht

Mit mehr Lieferpersonal allein kommen Paketdienste laut einer Mitgliederbefragung des Logistik-Netzwerks BVL langfristig allerdings nicht weiter, der öffentliche Raum und vor allem die Parkplätze sind eben begrenzt. So können die Anbieter zwar einzelne Fahrer entlasten, die logistische Gesamtlast steigt jedoch. Jeder Deutsche erhält laut einer McKinsey-Studie im Schnitt 24 Pakete pro Jahr, in Summe sind das knapp zwei Milliarden Pakete jährlich. Die Deutschen sind nach einer Erhebung von US-Dienstleister Pitney Bows Europameister im Paketversand. Für den BVL lassen sich diese Dimensionen nur nachhaltig gestalten, wenn Paketdienste Fahrten konsolidieren und so Touren einsparen. Auch bestimmte Parkzonen nur für Lieferdienste wären eine Option. Der Verband empfiehlt außerdem, sich an anderen europäischen Ländern zu orientieren und Paketshops und -boxen stärker zu nutzen. Hier müssen Empfänger nicht anwesend sein, zudem gibt es klare Ladezonen.

Dank App nicht mehr ins Parkverbot

Langfristig könnte auch Smart-Parking für Abhilfe sorgen. Handyparken bietet zahlreiche Chancen und hilft, die Hürden auf der letzten Meile zu überwinden, Halteverbote zu meiden und jeden Parkvorgang zu beschleunigen. Park and Joy lässt sich zu diesem Zweck direkt in die ohnehin von Unternehmen eingesetzten Navigations-Apps einbauen oder auf dem Handy des Lieferpersonals nachrüsten. Die Fahrer finden schnell zum nächsten Parkplatz, ihre Lieferunternehmen bezahlen die Parkgebühr per digitalem Parkschein anschließend beim Betreiber. Der nächste „richtige“ Parkplatz ist so nur einen Touch entfernt. Im Halteverbot oder in der zweiten Reihe zu parken? Nicht nötig – gerade bei den vor kurzen erhöhten Bußgeldern für letzteres eine große Erleichterung. Die Gefährdung des Straßenverkehrs und Stress beim Paketdienst ließen sich mit Smart Parking und Park and Joy verringern.

Smart und umweltfreundlich

Wird die Infrastruktur für smartes Parking nachgerüstet, bietet es sich für Kommunen an, jeden neuen Stellplatz direkt mit einer Ladestation für E-Autos auszustatten. Dadurch sinkt nicht nur der Suchverkehr, auch Elektromobilität und Verkehrswende lassen sich so fördern. Bei einer größeren Paketzustellung könnten auch Nutzfahrzeuge mit E-Antrieb oder Plug-in-Hybriden am nächsten smarten Parkplatz Strom laden.

Auch indirekt viele Vorteile

Zudem bringt smartes Parken eine Reihe von indirekten Effekten mit, die sich positiv auswirken. Je mehr Menschen smart parken, desto geringer der Suchverkehr – und desto mehr Platz für den Nutz- und Lieferverkehr. Parkplätze geben ihren Status jederzeit automatisch an die Autofahrer weiter. Diese können sich dann direkt bis zu einem Gebiet mit einer hohen Wahrscheinlichkeit für freie Parkplätze, ins Parkhaus oder zur nächsten freien Lücke navigieren lassen. Realisieren ließe sich dies entweder über anonymisierte App-Daten oder durch eigens zu diesem Zweck verbaute Sensoren.

Die Devise: schneller parken, weniger suchen. Je mehr Kommunen, Unternehmen und Nutzer in Zukunft auf die smarten Lösungen setzen, desto besser wird auch der Verkehrsfluss auf der letzten Meile für den Lieferverkehr. Und nicht nur der profitiert: Auch andere verkehrsabhängige Wirtschaftszweige, etwa Carsharing-Anbieter, können mit solchen Lösungen laufende Kosten reduzieren, Fahrten effizienter machen und etwas für die Umwelt tun.

Mehr Elektroautos nicht nur für Paketdienste

Ein weiterer Nebeneffekt: Smartes Parken kann die Verkehrswende beschleunigen und so helfen, individuelle Mobilität umweltfreundlicher zu machen. Schon jetzt wird die letzte Meile von DHL dank E-Mobilität emissionsfrei beliefert, DPD, Hermes und UPS wollen folgen. Zudem sind Elektroautos für die Paketdienstleister billiger in Betrieb und Wartung. Künftig kann der Lieferwagen dann an den smarten Parkplätzen noch elektrisch tanken. Denn beim Ausbau der Parkplätze mit Sensoren ist auch die Installation von Ladesäulen eine Option.

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