Person läuft über zugeparkten Parkplatz

Daniel Martin Magazin

Wie man in Zukunft parkt

Die deutsche Autoindustrie heizt die Parkdebatte an

In einem neuen Positionspapier wirft der Verband der Automobilindustrie einen Blick auf die Zukunft des Parkens und gibt Anreize, wie man den neuen Herausforderungen begegnen kann.

Individuelle Mobilität, mehr Klimaschutz, Luftqualität und Verkehrssicherheit sowie immer knappere öffentliche Flächen: Parkraumverwaltung ist eine Mammutaufgabe mit unzähligen Facetten – und das schon ohne den Logistikverkehr, der immer weiter ansteigt. Täglich werden Millionen Stellplätze benötigt. Einer Inrix-Studie zufolge kostet die Parkplatzsuche Autofahrer im Jahr durchschnittlich etwa 41 Stunden. Der Verband der Automobilindustrie (VdA), die wichtigste Interessenvertretung der deutschen Autohersteller und -zulieferer, bezieht in einem Positionspapier Stellung und schlägt Lösungen für zukunftssichere Parkmodelle vor. Die wichtigsten stellen wir hier kurz vor.

Parken mit Verantwortung

Der VdA will nicht nur Symptome bekämpfen, sondern auch neue Mobilitätskonzepte anregen. „Wenn den Bürgern keine alltagstauglichen und bezahlbaren Mobilitätsalternativen zum eigenen Pkw zur Verfügung stehen, würden so nur der Parksuchverkehr und das Falschparken zunehmen“, erklärt der Verband. Die Ziele sind klar: Verfügbare Flächen effizienter nutzen – und damit den Suchverkehr auf den Straßen verringern. Wer einen freien Parkplatz braucht, muss laut VdA auch einen finden können. Der Verband setzt dabei besonders auf den gesellschaftlichen Lenkungseffekt – generell teurere Parkplätze seien nicht nachhaltig, wenn im gleichen Zug niemand sein Verhalten anpasse. Zudem müssten die Lösungen sozialverträglich sei, Mobilität und Parken dürften kein Wohlstandsprivileg sein. Die Einkommens- und Vermögenssituation des Einzelnen solle einer gerechten Teilhabe laut VdA nicht im Weg stehen.

Gebührend gelöst

Der direkteste Hebel dafür: Die Parkgebühren an sich. Der Industrieverband kritisiert die aktuelle Gesetzeslage als zu steif und fordert Preiserhöhungen nach Augenmaß, um das Verkehrsaufkommen je nach Lage und Uhrzeit genau zu steuern. Auch an den Preisen für das Bewohnerparken könne man schrauben, etwa in dem man es an das Haushaltseinkommen kopple. Ein kontroverser Vorschlag, dem etwa die FAZ entgegenhält, dass auch das keine gerechte Lösung sei – denn nicht immer fahren Besserverdiener auch große Autos. Zudem könne die bedarfsgerechte Bepreisung dazu führen, dass sich zu Spitzenzeiten im Stadtzentrum nur noch Autofahrer mit besonders hohem Einkommen einen Parkplatz leisten könnten. Gegenvorschlag in der FAZ: Anwohner-Parkgebühren, die sich an den tatsächlichen Fahrzeugmaßen orientieren.

 

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Neue Parklösungen freuen auch die Umwelt

Weniger kontrovers ist der Vorschlag des VdA, mit Smart-Parking-Lösungen voll auf Digitalisierung zu setzen. Das heißt: Sensoren auf jeder Parkfläche, die einem übergeordneten System den aktuellen Stand melden, um den Suchverkehr zu reduzieren. Das Ganze funktioniert automatisch und in Echtzeit. Die Infrastruktur für alternative Antriebe könnte man zudem mit Ladestationen für E-Autos an den Stellplätzen gleich mit ausbauen – für weniger Umweltbelastung durch reduzierten Stop-and-Go-Verkehr, einen leichteren Umstieg auf E-Mobilität und dadurch mittelbar auch eine höhere Luftqualität.

Um den neuen Anforderungen gerecht zu werden, empfiehlt der VdA zudem spezielle Stellplätze für Carsharing-Anbieter und zukünftig autonome Fahrdienstleister. Auch Parkmöglichkeiten oder eine Reservierungsoption für den Lieferverkehr sind ein Thema. Dieser soll so nicht mehr den Verkehr durch das Parken in zweiter Reihe oder im Halteverbot gefährden.

Ein Wandel, der sich selbst trägt?

Parkt doch ein Fahrzeug an verbotener Stelle, komme es auf Strafen mit Signalwirkung an, eventuell auch hier nach Einkommen gestaffelt. Nur so kann laut VdA ein Umdenken angestoßen werden. Mit höheren Strafen für Falschparker (bis 100 Euro oder konsequenterem Abschleppen) und bedarfsgerechter Preiserhöhung fände so nicht nur eine Umerziehung statt, auch könne sich die Modernisierung zum Teil finanziell selbst tragen. Das dürfte den Wandel nicht nur für Betreiber attraktiver machen – sondern beschleunigt auch die Auswirkungen auf den konkreten Nutzen für dich als Autofahrer.

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Smart Parking App-Screens - VdA fordert einkommensabhängige Parkgebühren