Vernetzte Straßen schützen Verkehrsteilnehmer

Lena Tausend Magazin

Smarte Straßen beschützen Fußgänger

Vom Smart Parking zur Smart Street

483 Fußgänger wurden 2017 bei Verkehrsunfällen getötet, mehr als 30.000 verletzt: Alarmierende Zahlen – die nach größeren Anstrengungen in Sachen Verkehrssicherheit verlangen.

Auto-Assistenzsysteme, Straßen mit breitem Randstreifen, breitere Radwege, mehr Fußgängerüberwege: Es gibt zahlreiche Stellschrauben in den Bereichen Technik und Infrastruktur, die sich in Richtung höherer Verkehrssicherheit drehen lassen – von Autoherstellern, Straßenbauern und dem Gesetzgeber. Mit der neuesten Smart-City-Technologie kommt eine weitere hinzu: Künftig können sogenannte Smart Streets, also schlaue Straßen, die Beteiligten am Straßenverkehr aktiv schützen.

Vision Zero – eine Welt ohne Verkehrstote und Schwerverletzte

Bereits 2007 hat sich der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) die „Vision Zero“ zur Basis für seine Verkehrssicherheitsarbeit gemacht. Der Begriff kommt ursprünglich aus dem Arbeitsschutz. Angewendet auf den Personenverkehr, hat der Vorsatz eine Welt ohne Verkehrstote und Schwerverletzte zum Ziel. Dabei liegen die beiden Annahmen zugrunde, dass Menschen immer Fehler machen werden. Verkehrsmittel und -infrastruktur müssten daher so sicher gestaltet werden, dass diese Fehler nicht zu lebensbedrohlichen Verletzungen ihrer Nutzer führen. Schweden hat sich vor mehr als 20 Jahren dieser Idee verschrieben. Mit Erfolg: Nicht nur Straßenplaner, auch Autohersteller arbeiten an der Erfüllung der Vision. Volvo etwa mit seiner „Vision 2020“ und dem Versprechen, dass die Anzahl der Menschen, die in einem neuen Volvo ums Leben kommen oder schwer verletzt werden, bis zum Jahr 2020 auf Null fällt. Zahlreiche andere Länder und auch die EU zogen nach.

Straßen werden smart

Modernste Technologien, wie sie auch die Basis für Park and Joy sind, können dabei helfen, die Straßen für alle sicherer zu machen. Auf der Messe Smart Cities New York im Mai 2018 präsentierten amerikanische Unternehmen spannende Lösungen. Panasonic stellte beispielsweise seine Vision einer Smart Street vor: Die Technologie soll in der Lage sein, Fußgänger, Fahrradfahrer, Motorradfahrer und Automobil-Verkehr auf ihrem Weg von Straßenkreuzung zu Straßenkreuzung zu erkennen.

Smart Cities New York

Smart Cities New York (SCNY) ist die globale Leitmesse rund ums Thema Smart City. Auf der Konferenz treffen sich regelmäßig führende Köpfe und Vordenker aus dem privaten und öffentlichen Sektor, um über Investitionen in physische und digitale Infrastrukturen, Gesundheit, Bildung, Nachhaltigkeit, Sicherheit, Mobilität und Personalentwickelung zu diskutieren. Das Ziel: Moderne Städte zu entwickeln, die auch künftig lebenswert für ihre Bewohner sind.

Unter dem Namen „CityNOW“ testet etwa Denver in Colorado bereits die Smart-City-Lösung. Hier sammelt die Stadt zahlreiche Daten aus der Verkehrsinfrastruktur und stellt diese allen Teilnehmern zur Verfügung. Das Ziel: bis zu 80 Prozent aller Unfälle vermeiden. Grundlage dafür ist ein Netz smarter Straßenlaternen. Sie werden zu einer veritablen Basisstation für unterschiedlichste intelligente, nachhaltige Technologien, die sich gegenseitig ergänzen – darunter etwa LED-Lampen, die Kosten und Energie sparen, WLAN-Hotspots, Umweltsensoren und Video-Kameras.

Das Gehirn der Smart Street

Die smarten High-Definition-Kameras überwachen komplette Straßenzüge und erkennen automatisch alle Fußgänger, Rad- und Autofahrer, die dort unterwegs sind. Außerdem stellen sie fest, auf welchem Fahrstreifen und wie schnell sie sich fortbewegen. Auf Grundlage dieser Daten werden dann etwa die vernetzten Autos vor plötzlich auftauchenden Verkehrsteilnehmern gewarnt oder an Kreuzungen die optimale und sicherste Ampelschaltung ermittelt. Gleichzeitig fließen die Daten aus Denver in die Entwicklung weiterer Produkte für mehr Verkehrssicherheit.

Übrigens: Dass die Vision Zero irgendwann Wirklichkeit werden kann, zeigt ein Projekt der Dekra-Unfallforschung. Auf einer interaktiven Karte zeigt sie schon knapp 1.000 Städte mit mehr als 50.000 Einwohnern in Europa, den USA und Asien, die zwischen 2009 und 2013 in mindestens einem Jahr keine Verkehrstoten verzeichneten.

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