Auto fährt im Sonnenschein auf Landstraße

Anna Oelsner Magazin

Smart Parking unterstützt Klimaziele

Mit smarten Technologien deutlich CO2 reduzieren

Intelligent den Verkehr leiten und dabei Treibhausgase reduzieren: Wie smarte Technologien in Zukunft dabei helfen können, die Klimaziele der Bundesregierung bis zum Jahr 2050 zu erreichen.

Überschwemmungen, verheerende Stürme und Dürreperioden – die Auswirkungen auf unser Klima durch lediglich ein Grad Celsius Erderwärmung seit Beginn der Industrialisierung spüren wir heute bereits deutlich. Im Pariser Klimaschutzabkommen einigten sich 195 Länder am 12. Dezember 2015 darauf, die Erwärmung auf möglichst unter zwei Grad zu beschränken, bestenfalls auf unter 1,5 Grad. Jedes Land definiert individuelle Ziele, die alle fünf Jahre geprüft und angepasst werden. Als eine der führenden Industrienationen hat sich Deutschland das ambitionierte Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2020 mindestens 40 Prozent weniger Treibhausgase zu produzieren als 1990 und bis 2050 komplett klimaneutral zu sein. Das Etappenziel bis 2020 wird Deutschland allerdings nicht erreichen: Statt um 40 wird der CO2-Ausstoß wohl nur um 32 Prozent sinken.

Smart Parking kann Abgase reduzieren

Laut Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) verursachte der Verkehr auf deutschen Straßen im Jahr 2018 etwa 171 Millionen Tonnen CO2. Zum Vergleich: Im Jahr 1990 waren es 164 Millionen Tonnen. Es sei „ein Erfolg, dass die Treibhausgasemissionen im Verkehr nahezu konstant geblieben sind“, sagt BDI-Chef Dieter Kempf auf dem Deutschen Logistiktag 2018 in Berlin. Der Grund: In den letzten 28 Jahren ist die Effizienz von Motoren – vom Auto bis zum Flugzeug – gestiegen. Allerdings hat der Verkehrsfluss zugenommen. Den damit verbundenen Abgasausstoß gilt es nun einzudämmen. Dabei könnten intelligente, digitale Verkehrsprojekte wie Smart Parking helfen.

Zäher Verkehr verursacht zusätzlichen CO2-Ausstoß

Laut einer Studie der Verkehrsdaten-Experten von INRIX stand jeder deutsche Autofahrer im vergangenen Jahr im Schnitt 30 Stunden im Stau. München ist Deutschlands Stauhochburg: Autofahrer in Bayerns Landeshauptstadt warteten sogar 51 Stunden auf verstopften Straßen. Zäher Verkehr verursacht zusätzlichen CO2-Ausstoß und ist zudem für Autofahrer und Bundesländer alles andere als billig: „Staus kosten die Deutschen über 30 Milliarden Euro pro Jahr, bedrohen das Wirtschaftswachstum und beeinträchtigen die Lebensqualität“, sagt Graham Cookson, Chef-Volkswirt bei INRIX. „Um künftige negative Folgen auf die Wirtschaft zu verhindern und die Mobilitätsherausforderungen zu meistern, müssen wir in intelligente Verkehrssysteme investieren.“

Vernetzte Autos schonen die Umwelt

Keine Frage: Staus haben nicht nur negative Auswirkungen auf die Geldbeutel von Autofahrern und Staat, sondern auch auf die Umwelt. In Zukunft werden intelligente Sensoren in Fahrzeugen und der Verkehrsinfrastruktur Staus vermeiden. Das funktioniert über die sogenannte Car-to-X-Kommunikation. Ampeln und Autos sind untereinander vernetzt: Bei hohem Verkehrsaufkommen verkürzen die Ampeln ihren Schaltrhythmus, um den Verkehr am Laufen zu halten. Autos kommunizieren miteinander und schlagen eine alternative Route vor, wenn ein hohes Verkehrsaufkommen droht. Das verhindert Staus und reduziert so die Abgasbelastung.

Intelligent parken für den Klimaschutz

Nicht nur Staus, sondern auch der sogenannte Parksuchverkehr in Innenstädten verursacht eine Menge Abgase. Kurz vor dem Ziel einen Parkplatz suchen und eine gefühlte Ewigkeit durch zugeparkte Nebenstraßen fahren – Alltag für viele Stadtbewohner. Laut der Studie von INRIX suchen deutsche Autofahrer im Durchschnitt 41 Stunden pro Jahr nach einem Parkplatz. Diese überflüssige Zeit, der dafür aufgewendete Kraftstoff und die entstehende Abgasbelastung verursachen in Deutschland jährlich Kosten von mehr als 40 Milliarden Euro. Die Lösung: Smart-Parking-Anwendungen wie Park and Joy zeigen Autofahrern freie Parkplätze in der Nähe ihres Ziels. Aber auch die Erschließung ungenutzter Parkflächen, beispielsweise sonntags auf Supermarktparkplätzen oder vor Einfahrten, sollen den Verkehr in der Stadt deutlich verringern.

„Wir müssen uns entscheiden, was wir uns leisten wollen, um unsere ökologischen Ziele zu erreichen“, sagt Franz Loogen, Leiter der e-mobil BW GmbH, die Kompetenzstelle des Landes Baden-Württemberg für neue Mobilitätslösungen. Ziel sei ein CO2-armer und umweltfreundlicher Verkehr, „der sich auch marktwirtschaftlich rechnet“. Eine Kombination aus intelligenter Verkehrssteuerung und Smart Parking spart nicht nur Kosten für Autofahrer, sondern hat auch das Potenzial, Umweltbelastungen zu reduzieren.

Neue Systeme verbreiten sich nur langsam

Insgesamt wirken sich Assistenzsysteme und automatisierte Fahrfunktionen laut einer Prognose des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) nicht so stark auf versicherte Schäden in der Kfz-Versicherung aus wie vielleicht vermutet. „Die neuen Systeme machen das Autofahren zwar sicherer, sie verbreiten sich im Fahrzeugbestand aber nur langsam und machen Reparaturen im Schadenfall teurer“, sagt Bernhard Gause, Mitglied der GDV-Geschäftsführung. „Auf absehbare Zeit hat der technologische Fortschritt also nur geringen Einfluss auf das Schadengeschehen.“ Dem GDV zufolge helfe etwa ein Autobahnpilot ebenso wenig gegen Autodiebe wie eine Einparkhilfe vor Steinschlag, Hagel oder Marderbissen.

Blog

Jetzt Park and Joy herunterladen!

Nutzen Sie jetzt die Möglichkeit, so einfach und bequem wie noch nie zu parken!
Sichern Sie sich jetzt unsere Park-and-Joy-App für iPhone oder Android.

Park and Joy App - Jetzt herunterladen
Smart Parking App-Screens - Smart Parking unterstützt Klimaziele