Smart Parking in Wellington: Harbour und Oriental Bay

Rainer Schlösser Magazin

Smart Parking Down Under

Clevere Parkplatzlösungen in Australien und Neuseeland

Adelaide, Canberra, Wellington: Auch am anderen Ende der Welt macht den Städten der Parksuchverkehr zu schaffen.

Funkende Sensoren in Adelaide

Down Under sieht die Parksituation in Großstädten nicht anders aus als hierzulande: Es gibt zu wenige Parkplätze für zu viele Autos. Die Lösung auch dort: das Internet of Things (IoT). Die Millionenstadt Adelaide an der Südküste Australiens hat im März 2018 das erste Smart-Parking-Angebot im Bundesstaat South Australia gestartet. Auf 55 Parkplätzen rund um den Light Square, einen der fünf großen Plätze in der Innenstadt, sind Parksensoren im Asphalt eingelassen. Jeder Sensor meldet in Echtzeit an eine Cloudplattform, ob ein Parkplatz verfügbar ist.

Über eine Smartphone-App kann der Autofahrer – ähnlich wie bei Park and Joy – einen freien Parkplatz an der Straße finden, die Parkzeit von unterwegs verlängern und die Parkgebühr auch gleich per App bezahlen. Vorteil: Der Gang zum Parkscheinautomaten und die Kleingeldsuche werden so überflüssig. Nimmt das Pilotprojekt alle technischen Hürden erfolgreich, will die Stadt die Sensoren auf das gesamte Geschäftsviertel Adelaides ausdehnen – ein Gebiet mit rund 2.800 Parkplätzen.

GPS und LED in Canberra

1.000 Kilometer östlich, in Australiens Hauptstadt Canberra, sind die Stadtoberen über die Testphase bereits hinaus. Seit 2016 sind im City-Viertel Manuka smarte Sensoren im Einsatz, die per Infrarot erkennen, ob über ihnen ein Fahrzeug steht. Diese Information senden sie sowohl an eine App mit integrierter GPS-Navigation als auch an ein neues digitales Parkleitsystem. Eine Reihe LED-Schilder entlang Manukas Straßen zeigt so, minütlich aktualisiert, die Parkplatzsituation in der Innenstadt und führt Parkplatzsuchende schnell zum Ziel. In einem Parkhaus unweit des Manuka Oval Sport-Parks leiten zusätzlich grüne und rote Leuchten den Fahrer zu einem freien Parkplatz.

Minutengenaue Abrechnung in Wellington

Jenseits der Tasmanischen See, in Neuseelands Hauptstadt Wellington, helfen 3.500 Infrarot-Parksensoren bei der Parkplatzsuche. Sie senden via 3G oder WLAN ihren Belegungsstand an eine Cloudsoftware. Eine kostenfreie App zeigt Autofahrern freie Parkplätze im Zentrum der 200.000-Einwohner-Stadt auf einer Karte an und lotst sie dorthin. Einen Parkschein für sein Auto muss der Fahrer nicht ziehen: Er gibt die Stellplatznummer in die App ein und drückt auf „Start“, um seine Parkzeit zu beginnen. Bei der Rückkehr zum Parkplatz drückt er auf „Stopp“ – und zahlt so nur für die tatsächliche Standzeit. Alternativ kann der Nutzer auch im Voraus eine fixe Parkzeit bezahlen. Kehrt er vor Ablauf der Zeit zum Auto zurück, erhält er die verbleibenden Minuten zurückerstattet. Braucht er länger, kann er die Parkzeit über die App auch verlängern - und sich den Gang zum Parkscheinautomaten sparen.

Die südlichste Hauptstadt der Welt schafft so nicht nur mehr Komfort für autofahrende Bürger. Wellingtons Verwaltung erhält von dem Sensoren-System erstmals Echtzeitdaten für die Stadt- und Verkehrsplanung: Zu welcher Tageszeit fahren die meisten Menschen mit dem Auto in die Innenstadt? In welcher Straße parken sie am häufigsten? Wie lange bleiben sie? Wichtige Antworten nicht nur für die Planung von Parkplätzen, sondern auch für den Handel. Zusätzlich sendet die Software die Sensordaten auch auf die Mobilgeräte der Parkkontrolleure. Die sehen dank der Parksensoren minutengenau, wie lange ein Fahrzeug schon auf einem Parkplatz steht – und ob der Fahrer die Parkzeit bezahlt hat. Inzwischen ist das Smart-Parking-System auch in Auckland, Rotorua, Taupo und einigen Kommunen in Australien im Einsatz.

Blog

Jetzt Park and Joy herunterladen!

Nutzen Sie jetzt die Möglichkeit, so einfach und bequem wie noch nie zu parken!
Sichern Sie sich jetzt unsere Park-and-Joy-App für iPhone oder Android.

Park and Joy App - Jetzt herunterladen
Smart Parking App-Screens - Smart Parking in Australien und Neuseeland