Junge Frau steht lächelnd mit Smartphone in der Hand vor einer Parkuhr

von Redaktion Magazin

Parkplatz finden trotz Hindernisse

Ein Überblick über Ideen zur Parkraumbewirtschaftung

Straßenseitenregelung, Brötchentaste, Wiener Modell und Smart Parking - Städte lassen sich immer wieder neue Konzepte fürs Parken einfallen. Und machen Autofahrern damit das Leben nicht immer einfacher.

Der Stadtbummel sollte relaxed anfangen. Doch dann die Geduldsprobe: Minutenlang gondelt man durch die Straßen, der Ping-Pong-Blick sucht einen freien Parkplatz. Was bisher noch eine Parkmöglichkeit war, ist mittlerweile oft schon ein Anwohnerparkplatz. Und selbst der Erfolg hat einen bitteren Nachgeschmack. Denn die Preise reißen ein kleines Loch ins Portemonnaie. Was ist nur passiert? Warum ist Parken so kompliziert? Ganz einfach: Die Zahl der Autos in den Innenstädten steigt stetig – und Städte verändern ihr Parkraummanagement, damit Bürger auf Bus, Bahn und Fahrrad umsteigen. Nur so kann die Luftqualität besser werden.

Verkehr emittiert 166 Millionen Tonnen klimaschädliches CO2

Parkplatzsuchverkehr stellt ein Problem dar? Allerdings! Jeder Autofahrer verbringt laut Verkehrsanalyst Inrix im Schnitt jährlich 41 Stunden damit, Parkplätze zu suchen – das entspricht sechs Minuten pro Suche. Und 896 Euro Mehrkosten, inklusive Zeitaufwand, Benzinverbrauch und Umweltbelastung. Überflüssiges Fahren, das auch der Umwelt schadet. Der Verkehr in Deutschland emittierte laut Statistischem Bundesamt 2017 rund 166 Millionen Tonnen klimaschädliches CO2. Ein hoher Wert angesichts der EU-Klimaschutzziele. Und auch Stickstoffdioxid ist ein Problem. 57 Städte haben laut Umweltbundesamt 2018 den Grenzwert überschritten.

Köln macht Parken 33 Prozent teurer

Wie verändert sich Parken in Zukunft? Städte wie Frankfurt gehen dazu über, kostenlosen Parkraum zu reduzieren. Früher galt die Straßenseitenregelung. Auf einer Seite parkten Anwohner, auf der anderen Besucher. Und zwar kostenlos. In Zukunft werden diese Parkplätze kostenpflichtig sein. Und wahrscheinlich ähnlich teuer wie in Köln. Die Stadt hat vor kurzem die Parkkosten um 33 Prozent angehoben – erstmals seit sieben Jahren. Parken im Innenstadtbezirk kostet zukünftig vier statt drei Euro pro Stunde. In den Veedeln steigt der Preis von 1,50 auf zwei Euro.

Wiener Modell: Parkscheine im Supermarkt kaufen

Für Städte wie Frankfurt ist zudem das Wiener Modell verlockend. Denn es erspart die Investition in neue Parkscheinautomaten. In der österreichischen Hauptstadt kaufen Autofahrer die Parkscheine stattdessen am Kiosk, an der Tankstelle oder im Supermarkt. Ein roter Parkschein kostet 1,05 Euro und gilt für 30 Minuten. Ein blauer Parkschein gilt für eine Stunde und kostet 2,10 Euro, ein gelbes Parkticket für zwei Stunden ist für 4,20 Euro erhältlich. Alles, was der Fahrer tun muss: Seine Ankunftszeit eintragen und den Schein hinter der Windschutzscheibe auslegen. Er kann natürlich auch das Auto stehen lassen und mit Bus oder Bahn fahren. Der öffentliche Nahverkehr ist in Wien im Vergleich zu deutschen Städten günstig. Eine Jahreskarte der Wiener Linien kostet 365 Euro pro Jahr – einen Euro pro Tag. Deswegen haben mittlerweile mehr Einwohner ein Jahresticket als ein Auto. 2,6 Millionen Fahrgäste befördern Busse, U-Bahnen und Straßenbahnen pro Tag.

Der Brötchentaste geht es an den Kragen

Sonntagsmorgens in den Wagen hüpfen, in die Stadt fahren, für zehn Minuten parken und Brötchen kaufen. Ohne einen Cent zu bezahlen. Möglich dank der sogenannten Brötchentaste, die an vielen Parkautomaten in ganz Deutschland zur Verfügung steht. Einmal gedrückt, gibt der Automat ein Parkticket für einige Minuten kostenloses Parken aus. Der Traum vieler Autofahrer. Ein Traum, der in vielen Städten platzen wird. Drückten in Aachen Autofahrer seit 2006 auf die Brötchentaste, müssen sie neuerdings in die Tasche greifen. Die Stadt hat die Funktion deaktiviert, um Autofahren unattraktiver zu machen. Viele Bürger sind enttäuscht und müssen sich nun die gute Absicht der Stadt vor Augen halten: Luft- und Lebensqualität sollen steigen.

Smart Parking reduziert Suchverkehr

Um die Luftqualität zu verbessern, setzen immer mehr Städte auf Smart-Parking-Konzepte. Etwa auf Park and Joy. Die App navigiert Autofahrer auf dem schnellsten Weg zum nächsten freien Parkplatz in der Nähe ihres Zielortes. Am Ziel angekommen, muss der Fahrer lediglich sein Smartphone zücken, die Parkdauer festlegen, die Gebühr bestätigen und ein digitales Ticket ziehen. Kontrolleure erkennen an einer ausgedruckten Vignette hinter der Windschutzscheibe, dass der Fahrer Park and Joy nutzt. Mittlerweile über 90 Städte haben das smarte Parken mit Park and Joy eingeführt. Vorbei die Zeiten, in denen der Fahrer minutenlang herumirrt und Zeit und Benzin verschwendet.

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