Beleuchteter Parkplatz in der Abenddämmerung

Katja Deichl Magazin

Parkplätze im rechten Licht

Intelligente Beleuchtung für den smarten Parkplatz

Smart-City-Technologien stellen nicht nur fest, ob ein Parkplatz frei ist. Intelligente Beleuchtungslösungen sorgen auch für mehr Sicherheit und Wohlbefinden für Autofahrer und Fußgänger.

Es fällt vor allem auf, wenn es nicht da ist: Licht in einer nächtlichen Stadt. Ein stimmungsvoll erleuchteter Marktplatz, von dem dunkle Gassen abzweigen? Öffentlicher Parkraum, wo die Nutzer ihr Auto im Schatten großer Bäume suchen? Wie Besucher und Bewohner eine Stadt wahrnehmen, hängt stark von der öffentlichen Beleuchtung ab. In so genannten Lichtmasterplänen haben Bauamt und Stadtmarketing, Stadtplaner und Lichttechniker für Städte wie Trier oder Düsseldorf Beleuchtungskonzepte entwickelt. Ihr Ziel: Den Aufenthalt in den Straßen der Stadt gerade in den Nacht- und Abendstunden so angenehm und sicher wie möglich zu machen. Und gleichzeitig den Energieverbrauch dauerhaft zu senken, um die Gemeindefinanzen zu entlasten. Die Mittel der Wahl: intelligente Lichttechnik.

Was muss die Parkplatz-Beleuchtung leisten?

Auch wenn es nicht um Inszenierung geht wie etwa bei Lichtkonzepten für Kirche oder Rathaus – die Frage nach der optimalen Parkplatzbeleuchtung zu beantworten ist hoch relevant für die Attraktivität von Städten. Hilft sie doch Autofahrern, sich zu orientieren, Hindernisse zu erkennen und sie vor kriminellen Übergriffen zu schützen. Gleichzeitig dürfen die Leuchten Anwohner oder den fließenden Verkehr auf benachbarten Straßen nicht stören. Ebenso sollen sie nach Wünschen der öffentlichen Auftraggeber streulichtarm und damit insektenfreundlich sein. LED gilt gegenüber den Natriumdampflampen mit ihrem warmen Gelblicht als energiesparender. Zudem lässt sich seine Lichtfarbe beliebig anpassen – wichtig, um ein weißes Licht mit hohem Blauanteil zu vermeiden, das den Tag-/Nachtrhythmus  von Menschen und Tieren beeinflusst. Warmes Licht im Bereich von 3.000 Kelvin und dekorative Leuchten sorgen in Parkräumen auch nachts für Sicherheit und eine entspannte Atmosphäre. Wie hoch und beleuchtungsstark die Lichtquelle dabei ist, hängt von der Größe des Parkplatzes ab, geregelt durch Normen wie die DIN EN 12464-2. Sonderfall Tiefgarage: Hier berücksichtigen Planer auch die unterschiedlichen Helligkeitsniveaus bei den Ein- und Ausfahrten sowie Not- und Sicherheitsbeleuchtungen.

Und was ist daran jetzt smart?

Smart ist die Parkplatzbeleuchtung, wenn Nutzer sie nicht bemerken: In der Dämmerung herrschen die gleichen guten Sichtverhältnisse wie im Dunkeln. Dementsprechend passen sich die Leuchten der Tiefgaragen-Einfahrt schnell an die gerade gleißende Morgensonne an und erleichtern den Autofahrern die Fahrt auf die künstlich beleuchteten Parkdecks.

Und was bedeutet smart für die Kommunen? Sie nutzen ein zentrales Dashboard, über das sie Leuchten einzeln ansteuern und programmieren können, um das Lichtniveau nach Bedarf anzupassen. So dimmen die Verantwortlichen das Licht zentral oder schalten es komplett ab. Die Straßen abfahren, um den Zustand der Laternen zu checken, wird überflüssig: Die vernetzten Lampen informieren selbständig über ihren Status. Je nach Modell ist eine Fernwartung möglich – und die Monteure rücken aller Voraussicht nach schon aus, bevor Anwohner die Störung melden. Realität ist dieses Szenario beispielsweise in der Stadt Monheim am Rhein. Sie spart nach der Umstellung auf intelligente LEDs gegenüber den alten Leuchten 70 Prozent Energie ein. Ebenso Köln, wo Sensoren die Beleuchtung auf die aktuelle Verkehrssituation abstimmen. Das ist smart für die Stadt: mehr Sicherheit und Attraktivität bei geringeren Ausgaben.

Wie smart wird Straßenbeleuchtung noch?

Straßenlaternen stehen hierzulande alle 50 bis 80 Meter – beste Voraussetzungen für eine flächendeckende IoT-Infrastruktur. So sieht es jedenfalls das 2012 gegründete Chemnitzer Start-up Urban Software Institute: Die Lampensäulen erfüllen in Zukunft nicht nur den Zweck, das Licht an die Verkehrssituation angepasst fernzusteuern und fernzuwarten. Sie beherbergen auch städtische Hotspots, gewinnen Strom autark aus Wind- oder Sonnenergie, erheben über Sensoren Umweltdaten, die Bürger und Kommunen via Apps nutzen können. Und Beleuchtung wird Tankstelle: In einer Smart City dienen die Masten auch als Ladestation für Elektroautos und Drohnen.

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