Allee mit Kirschblüten-Bäumen in Bonn und parkenden Autos

von Sarah Heggen Tipps und Tricks

Freie Parkplätze in Bonn: Null

So ist es um Bonns Parkplatzsituation bestellt

Wenn im April die Kirschbäume die Altstadt in ein rosafarbenes Blütenmeer verwandeln, pilgern wieder Tausende Besucher täglich nach Bonn. Die Suche nach einem Parkplatz wird dann zur Geduldsprobe.

In den vergangenen Jahren ist die Bonner Kirschblüte zu einem regelrechten Hype ausgeartet: Touristen und Hobbyfotografen aus aller Welt strömen in Massen durch die historischen Gassen auf der Jagd nach dem schönsten Motiv. Das bedeutet: Ausnahmezustand in Heerstraße und Breite Straße, wo die meisten und prächtigsten japanischen Kirschbäume stehen – und für die Parkplatzsituation in der gesamten Innenstadt.

Parkraum ist Mangelware

In der Altstadt einen Parkplatz finden? Das ist schon an normalen Tagen reine Glückssache – egal kostenpflichtig oder frei. Das gilt für alle Viertel in der ehemaligen Bundeshauptstadt: Freie Parkplätze sind selten in Bonn. Entweder sind sie als Anwohnerparkplätze ausgewiesen oder mit ordentlich Extra-Metern zur Innenstadt verbunden. Um nicht unnötig viel Zeit mit der Parkplatzsuche zu verlieren, steuern Autofahrer direkt Parkhäuser und -garagen im Innenstadtkern an. Neun sind es an der Zahl; Betreiber ist die Bonner City Parkraum GmbH (BCP), ein Zusammenschluss der Bonner Stadtwerke mit der Interessenvertretung Parkgemeinschaft Bonn e. V. Die Gesamtkapazität der Stellplätze liegt bei knapp 3.200. Bonn zählt rund 330.000 Einwohner (Stand Januar 2018), jährlich besuchen um die 1,5 Millionen Touristen die Stadt. Auch wenn nicht jeder mit dem Auto zum Shoppingtrip oder Sightseeing fährt, wird deutlich: Parkplätze sind Mangelware.

Zu allem Überfluss sind einige Parkhäuser aufgrund von Sanierungsarbeiten oder Bauprojekten gesperrt: Die Uni-Garage ist schon lange Zeit marode und seit Januar 2013 geschlossen. 440 Stellplätze unterm Hofgarten: weg. Die Wiedereröffnung der Uni-Garage zieht sich aufgrund von immer neuen Problemen seit der Ausschreibung und Vergabe der Sanierungs- und Umbauarbeiten bis 2020. Der Beethoven-Parkplatz: aufgrund der Sanierung der Beethovenhalle seit Februar 2018 geschlossen. Die Bahnhofgarage: seit Ende Oktober 2017 durch den Neubau des Geschäfts- und Hotelkomplexes „Urban Soul“ außer Betrieb. Auch die kostenpflichtigen Stellflächen in der bahnhofsnahen Rabinstraße und der P+R-Parkplatz gegenüber des Bonner Hauptbahnhofs sind diesem Bauprojekt zum Opfer gefallen.

Besserung in Sicht?!

Immerhin: Im Zuge dieses Neubaus entsteht ein weiteres öffentliches Parkhaus an der Rabinstraße. Die Fertigstellung ist für Herbst 2019 geplant. Kapazität: 250 Stellplätze. Und auch die ehemalige Bahnhofsgarage soll zum Jahreswechsel wieder betriebsbereit sein und mit rund 300 Parkplätzen für Entlastung sorgen.

Mehr noch: Im Zuge der Sanierung der Marktgarage in 2017 hat die BCP auch auf aktuelle Herausforderungen reagiert: Weil die genormten Stellflächen nicht mehr zu den immer breiter werdenden Fahrzeugen passen, sind sie allesamt auf 2,50 Meter verbreitert worden – und entsprechen so der neuen Garagenverordnung, die für neue Parkhäuser breitere Einstellplätze vorschreibt. Zwar reduziert sich dadurch die Zahl der Parkflächen – im Falle der Marktgarage um 30 –, doch weniger Schrammen und Beulen an den Fahrzeugen und einfacheres Rangieren entschädigen dafür.

Parken wird zur Preisfrage

Die zentrale Lage hat allerdings ihren Preis: So erhöhte die BCP die Tarife für die erste Stunde in den zentral gelegenen Garagen von 1,00 € auf 1,30 €. Im Gegenzug sinken die Kosten für längeren Parkaufenthalt – variabel von Parkhaus zu Parkhaus.

Die Parkgebühren für außenliegende Parkplätze sind seit Herbst 2015 ebenfalls gestiegen – um bis zu 30 Prozent. Einzig Halter von Elektrofahrzeugen haben gut lachen: Seit März 2017 parken sie kostenlos auf Parkplätzen mit Parkscheinautomaten, wenn ihr Fahrzeug mit einem E-Kennzeichen ausgestattet ist und die Parkscheibe ausliegt. Denn Elektroantrieb entbindet nicht von der Höchstparkdauer.

Kostenloses Parken: Wissen ist Macht

Wer lieber Geld spart, statt den Parkscheinautomaten zu füttern, stellt sein Auto auf einer kostenlosen Stellfläche ab. Doch die muss man erst einmal finden. Als Bonner weiß man um manchen Geheimtipp, wie am Brassertufer direkt am Rhein oder am Beethovenpark zwischen Bahnhof und Endenich. Ortsfremden bleibt dieser Wissensvorsprung jedoch oft vorenthalten. Und für einen kostenlosen Parkplatz nehmen Autofahrer auch längere Fußwege von 20 bis 30 Minuten in die Innenstadt in Kauf. Wie man einfach und kostenlos in Bonn parken kann, zeigt unser nächster Blogbeitrag.

Clever Parken – per App

Wer Zeit sparen und Nerven bei der Parkplatzsuche schonen möchte, greift am besten zur smarten Parking-App „Park and Joy“. Wie einfach und bequem die Parkplatzsuche funktioniert und welche Technik dabei zum Einsatz kommt, zeigt der Praxistest von Toni Scheurlen, Moderatorin beim YouTube-Kanal Netzgeschichten: Wie kommen die Sensoren auf den Parkplatz? Erkennen die smarten Geräte, ob ein Auto über ihm steht oder ein Fußgänger? Und wie schnell komme ich zu einem freien Stellplatz oder löse einen digitalen Parkschein? Toni kennt die Antwort.

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