Parkplatz mit Smart-Parking-Sensor

Lena Tausend Magazin

Nicht nur für Nerds: die Technik hinter Park and Joy

Wie NarrowBand IoT Smart Parking ermöglicht

Einen freien Parkplatz finden und mit nur zwei Klicks bezahlen – das ist einfach bequem. Aber warum gibt es so eine Lösung erst jetzt? Wegen der Technik dahinter. Wir erklären, wie es funktioniert.

Nie mehr Suchen, weder einen Parkplatz noch das Kleingeld für den Automaten: Das ist der Vorteil von Park and Joy. Alles läuft über das Smartphone, das du sowieso immer dabei hast. Klingt genial einfach – doch warum ist so etwas erst seit Kurzem und nur in Hamburg verfügbar? Um das zu beantworten, müssen wir ein bisschen technisch werden.

Sprechende Parkplätze

Bei Park and Joy teilen die Parkplätze der App selbstständig mit, ob sie frei sind oder nicht. Dadurch kannst du dir anzeigen lassen, ob es in der Nähe deines gewünschten Ziels einen verfügbaren Stellplatz gibt. Damit die Parkplätze „sprechen“ können, braucht jeder einen eigenen Sensor. Wie ein Bewegungsmelder stellt so ein im Parkplatzboden verbauter Sensor mit Hilfe von Infrarotstrahlung und eines Magnetfelds fest, ob auf ihm ein Auto steht oder nicht. Diese Information schickt er dann per Mobilfunk an die App.

Gerade fangen wir in Hamburg an, die ersten solcher Sensoren zu verbauen. Damit Städte sich jedoch Park and Joy leisten können, müssen die Sensoren an sich, aber auch die Übertragung ihrer Informationen sehr preiswert sein. Dass alle Parkplätze zum Beispiel regelmäßig SMS schicken, wäre deutlich zu teuer. Deshalb wurde für Lösungen mit einer so großen Anzahl angeschlossener Geräte eine eigene Übertragungstechnik entwickelt: NarrowBand IoT, kurz NB-IoT.

Wenige Daten preiswert verschicken

Was ist NarrowBand IoT? Im Grunde eine Erweiterung des Mobilfunkstandards LTE, über den du mit deinem Handy kommunizierst. Im Gegensatz zur Smartphone-Nutzung ist NB-IoT dafür ausgelegt, kleine Datenmengen in unregelmäßigen Abständen zwischen Sensoren und der Cloud zu verschicken. Anders als etwa Sprachnachrichten über WhatsApp, die das Mobilfunknetz stark beanspruchen.

Und um das, aber auch Daten-Versand und ganz normale Telefonanrufe zu können, muss dein Smartphone ziemlich viele, aufwendige Eigenschaften haben. Das macht das Design und das LTE-Netz relativ kompliziert und damit teuer. Die Übertragungsmodule in den Parkplatz-Sensoren müssen immer nur eine Information übermitteln: „Dieser Parkplatz ist belegt“. Eine unkomplizierte Sache; dadurch kann die Funktion sehr günstig hergestellt werden. Und diese einfache Nachricht verbraucht auch nicht viel Datenvolumen im Mobilfunknetz. Dadurch können Städte wie Hamburg mit Park and Joy sehr günstige Mobilfunktarife nutzen.

Volle Kraft voraus für den Netzausbau

Aber NB-IoT gibt es noch nicht so lange. Erst im Sommer 2016 hat die weltweite Standardisierungsorganisation für Mobilfunknetze (3GPP) festgelegt, welche Eigenschaften NB-IoT haben soll. Seitdem bauen wir das Netz aus und testen auch die gesamte Hardware, die dazu gehört. Noch 2018 wollen wir NB-IoT überall in Deutschland verfügbar machen. In Hamburg sind wir bald soweit – deshalb ist hier Park and Joy bereits möglich.

Du willst noch mehr wissen? Hier erklären wir dir NarrowBand IoT genauer.

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