Park and Joy Sensoren auf Behindertenparkplätzen

Daniel Martin Business Magazin

Mit Sensoren Parkmissbrauch erkennen

Mit Sensoren Parkmissbrauch erkennen

Ob vor Feuerwehrzufahrten oder auf Behindertenparkplätzen: Vor Falschparkern ist keine Fläche sicher. Bürger und Städte suchen neue Wege und Technologien, um darauf zu reagieren.

„Ich muss nur eben ein Paket abgeben“, „Kurz Geld abheben, dann bin ich sofort wieder weg“ oder „In der nächsten Stunde wird schon kein Einsatz in der Nähe nötig sein“: Mit Rechtfertigungen wie diesen blockieren Falschparker oft auch wichtige Flächen wie Behindertenparkplätze oder sicherheitsrelevante Bereiche wie Feuerwehrzufahrten. Hier bedeutet das eine starke Einschränkung für den betroffenen Einzelnen, dort gefährdet es das Leben Vieler. Wenn etwa ein Löschfahrzeug erst mit zehn Minuten Verspätung zum Einsatzort gelangt, sind die Folgen schnell erheblich. Doch Bürger und Stadtverwaltungen erhalten durch die Digitalisierung neue Möglichkeiten, sich Parksündern entgegenzustellen.

Absolutes Halteverbot vor Feuerwehrzufahrten

Was ist bei Feuerwehrzufahrten überhaupt zu beachten? Grundsätzlich gilt: Schon ein kurzes Halten – also unter drei Minuten, ohne das Fahrzeug zu verlassen – ist vor Zufahrten mit entsprechender Kennzeichnung nicht gestattet. Klar, dass damit auch Parken hier tabu ist. Und wie sieht eine solche Kennzeichnung nun aus? Eine einheitliche Aufschrift gibt es nicht; zwischen den Bundesländern können sich die Schilder stark unterscheiden. Empfehlenswert ist also für Autofahrer, grundsätzlich defensiv zu parken: Wenn es auch nur entfernt nach einer Feuerwehrzufahrt aussieht, am besten nicht davor parken.

Webinar: Digitales Parkraummanagement

Sie sind für eine Kommune tätig und möchten genauer wissen, wie Parksensoren dem Straßenverkehr in Ihrer Stadt helfen können? Wie für die Infrastruktur kritische Zufahrten frei bleiben und Sonderparkplätze nur von Berechtigten genutzt werden? Dann melden Sie sich gerne kostenlos zu unserem Park-and-Joy-Webinar „Behindertenparkplätze / Feuerwehrzufahrten“ an. Am 13. Mai 2020 gehen wir allen Fragen zur Technologie auf den Grund und erläutern, warum digitales Parkraummanagement die Antwort sein und dem Verkehr intelligent auf die Sprünge helfen kann.

Jetzt kostenlos anmelden!

Knolle statt Knöllchen?

Zwar sind hier sowohl Halten als auch Parken verboten, doch ihr jeweiliges Strafmaß unterscheidet sich dennoch erheblich. Auch, ob tatsächlich ein Einsatzfahrzeug behindert wird, ist für das Gebührenmaß in der Regel entscheidend. Mit der seit Ende April 2020 gültigen Novelle der StVO wurden die Strafen weitreichend erhöht. Das heißt: Hältst du nur kurz vor einer Zufahrt, aber behinderst keinen Einsatz, werden 20 Euro fällig. Kommt es doch zum Ernstfall: 35 Euro. Parken an den entsprechenden Stellen schlägt mit 55 beziehungsweise 100 Euro zu Buche. Beim letztgenannten Fall kommt zudem ein Punkt in Flensburg hinzu. Ein Fahrverbot müssen Parksünder in diesen Fällen nicht befürchten, den Führerschein darf man also behalten. Auch das unerlaubte Parken auf einem Schwerbehindertenparkplatz wird deutlich teurer und kostet nun 55 statt 35 Euro.

Mit der StVO-Novelle kommt der Gesetzgeber auch den knapp 40.000 Unterzeichnern der Petition „Knolle statt Knöllchen“ entgegen. Diese hatten 2019 gefordert, den Bußgeldkatalog zu verschärfen, um Falschparker abzuschrecken. Übrigens kann es noch deutlich härter kommen: Wird beim Parken der einzige Zufahrtsweg blockiert und es kommt beim Vorbeifahren der Einsatzfahrzeuge zu Schäden, musst du damit rechnen, einen großen Anteil davon selbst zu tragen.

Ordnungsämter oft auf Hilfe angewiesen

Um schnell auf Verstöße aufmerksam zu werden, setzen mittlerweile viele städtische Ordnungsämter auf digitale Meldemöglichkeiten. Oft sind das spezielle E-Mail-Adressen, über die sich Zeugen mit Fotos und genauen Beschreibungen der Verstöße melden können. Das funktioniert grundsätzlich, setzt aber aktive Mithilfe der Bürger voraus. Eine andere Lösung, die Städte jetzt schon nutzen können, ist das smarte Parkraummanagement mit dem Internet der Dinge (IoT). So ergeben sich neue Möglichkeiten für Sonderparkplätze und Verbotszonen.

Smart City gegen Falschparker

Eine effektive Lösung gegen verzögerte Feuerwehr-Einsätze oder die Nutzung von Behindertenparkplätzen ohne Schwerbehindertenausweis: smarte Sensoren unter der Asphaltdecke in Parkplätzen oder wichtigen Zufahrtsbereichen. Die stromsparenden IoT-Funksender melden, wenn der dazugehörige Parkplatz besetzt oder eine Zufahrt versperrt ist. So erhalten Kommunen mehr Transparenz in ihrer Verkehrsplanung, sind über knappen Parkraum im Bild und können in Echtzeit auf Verstöße reagieren. Damit werden Zufahrten nicht nur wieder frei, sondern bleiben es durch abschreckende Wirkung auch künftig. Verzögerte Einsätze oder das unzulässige Blockieren von Behindertenparkplätzen lassen sich so stark reduzieren. Bei Sonderparkplätzen lässt sich so direkt auch die Berechtigung überprüfen: Verfügt ein Fahrzeug über einen entsprechenden Funksender – einen so genannten Beacon –, wird das System nicht aktiv. Parkt ein Wagen ohne einen solchen digitalen Parkausweis auf der Stellfläche, werden das Ordnungsamt oder der Grundstücksbesitzer automatisiert verständigt.

Smarte Systeme helfen nicht nur beim Aufspüren von Parksünden und der Verkehrsplanung im Allgemeinen: Auch Personen, die selbst einen Parkplatz suchen, profitieren direkt davon. Entsprechende Apps wie Park and Joy können direkt freie IoT-Parkplätze anpeilen; die parkbezogene Suchzeit und damit auch der Suchverkehr werden so deutlich reduziert. Das nutzt dem Einzelnen und der ganzen Gesellschaft. Genau wie freie Feuerwehrzufahrten und rechtmäßig genutzte Sonderparkplätze.

Blog

Jetzt Park and Joy herunterladen!

Nutzen Sie jetzt die Möglichkeit, so einfach und bequem wie noch nie zu parken!
Sichern Sie sich jetzt unsere Park-and-Joy-App für iPhone oder Android.

Park and Joy App - Jetzt herunterladen
Smart Parking App-Screens - Freie Zufahrten und Sonderparkplätze durch IoT-Sensoren