Panorama Köln mit Blick auf Hohenzollernbrücke und Kölner Dom beim Sonnenuntergang

von Redaktion Magazin

Köln macht Parken teurer

Stadt erhöht die Preise um 33 Prozent

Kleiner Schock für Autofahrer: In Köln kostet das Parken in der Innenstadt zukünftig vier statt drei Euro pro Stunde. Mit dieser Erhöhung will die Stadt für bessere Luftqualität sorgen. Genau wie viele andere deutsche Metropolen.

Vor 20 Jahren haben Autofahrer fünfzig Pfennig in eine Parkuhr geworfen und dafür eine Stunde lang geparkt. Und heute? Da sind mehrere Euro für einen Parkplatz in der Stadt fällig. Köln macht es vor. Die Rheinmetropole hat jetzt die Parkgebühren im öffentlichen Straßenraum erhöht. Erstmals seit sieben Jahren. Zwar ist der Grund verständlich – auch Köln will den Autoverkehr in der City einschränken und so die Luftqualität im Stadtgebiet verbessern. Doch vielen Autofahrern tut die Preiserhöhung weh. Denn die Gebühren steigen gleich um 33 Prozent. Wenn du eine Stunde im Innenstadtbezirk parkst, sind vier statt bisher drei Euro fällig. Und in den Veedeln steigt der Preis von 1,50 auf zwei Euro pro Stunde. Drei Minuten Parken kosten in der Innenstadt und in Deutz zukünftig 20 Cent und in den übrigen Stadtbezirken zehn Cent.

Luftschadstoff Stickstoffdioxid: 57 Städte reißen EU-Grenzwert

Beim Thema Luftqualität stehen Städte wie Köln unter Druck. 57 deutsche Metropolen überschritten laut Umweltbundesamt 2018 die EU-Grenzwerte für Stickstoffdioxid (NO2) – ein Luftschadstoff, der bei der Verbrennung in Motoren entsteht, besonders in alten Dieselmotoren. Und gesundheitsschädlich ist. NO2 führt zu Entzündungen der Atemwege und Herz-Kreislauferkrankungen. Ziel der Städte ist es deshalb, den Verkehr zu reduzieren und dauerhaft unter dem EU-Grenzwert zu bleiben, der sich an den Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) orientiert.

Auch Berlin und Frankfurt ziehen Preise an

Nicht nur Köln setzt auf Abschreckung durch hohe Parkpreise. Auch Berlin macht das Autoabstellen teurer. Es soll künftig bis zu vier Euro pro Stunde kosten. Zudem wird die Stadt innerhalb des ganzen S-Bahn-Rings Gebühren erheben – derzeit sind nur rund 40 Prozent der Parkflächen bewirtschaftet. Ende 2020 sollen es 75 Prozent sein, später 100 Prozent. In Frankfurt steigen die Preise ebenfalls. Wie in Köln soll Parken am Straßenrand bald vier statt drei Euro kosten. Wem das zu viel ist, dem bleibt nur die Möglichkeit, das Auto stehen zu lassen. Oder zur Beruhigung einen Blick in Städte zu werfen, in denen das Parken noch teurer ist. Etwa nach Rom. Dort müssen Autofahrer im Schnitt 4,20 bezahlen. Paris verlangt 4,30 Euro, Amsterdam 4,70 Euro, Athen 5,70 Euro, Stockholm 7,80 Euro und London – bitte festhalten – 10,40 Euro.

Übrigens geht es nicht immer nur den Autobesitzern an den Kragen. Manchmal auch den Unternehmen. Die englische Stadt Nottingham setzt beispielsweise auf ein Projekt der EU, das auf den Namen Push and Pull hört. Sie erhöht einerseits den Druck auf Unternehmen (Push). Beschäftigen sie mehr als zehn Mitarbeiter, ist pro Parkplatz eine jährliche Parkgebühr von 446 Euro fällig. Andererseits macht die Stadt den öffentlichen Nahverkehr attraktiver (Pull). Mit den Parkgebühren, rund zehn Millionen Euro pro Jahr, erweitert sie das Straßenbahnnetz, baut Fahrradrouten aus und investiert in Biogas-Doppeldeckerbusse.

Park and Joy

Die App Park and Joy navigiert dich auf dem schnellsten Weg zum günstigsten freien Parkplatz. Du sparst dadurch Zeit und Benzingeld. Außerdem rechnet die App den Parktarif minutengenau ab. Vorbei also die Zeit, in der du einen Sicherheitspuffer bezahlt, aber nicht gebraucht hast. So bleibt etwas mehr Geld in deiner Tasche für Dinge, die dir wichtig sind. Du parkst lieber überdacht? Kein Problem, Park and Joy funktioniert auch für Parkhäuser. Sobald du deinen Zielort angeben hast, zeigt die App Parkmöglichkeiten in der Nähe an – inklusive Parkgebühr, Öffnungszeit und Einfahrthöhe.

Autofahrer sucht 41 Stunden pro Jahr nach Parkplätzen

Steigende Preise sollen Bürger motivieren, mit den öffentlichen Verkehrsmitteln wie Bus und Bahn in die Stadt zu fahren – und nicht mehr mit dem Auto. Denn das verursacht Parkplatzsuchverkehr. Wie viel, verrät eine Studie des Verkehrsdienstes Inrix. Demnach verbringen deutsche Autofahrer durchschnittlich 41 Stunden pro Jahr mit der Parkplatzsuche. Sechs Minuten pro Fahrt. Bedeutet 896 Euro Mehrkosten, inklusive verschwendete Zeit, Benzinverbrauch und Abgasbelastung. Hinzu kommen Kosten für Knöllchen, das sind knapp 16 Euro jährlich pro Autofahrer, und 100 Euro für überbezahlte Parkautomaten.

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