Digitale Reiseplanung mit Touchscreen

Lena Tausend Magazin

Intelligent in der Stadt bewegen

Verschiedene Verkehrsmittel perfekt kombinieren

Fahrverbote für Autos, kostenloser Nahverkehr: Politik und Öffentlichkeit diskutieren gerade darüber, wie wir uns künftig in der Stadt fortbewegen. Lösungen dafür werden ständig weiterentwickelt.

In Tirol unterwegs – das funktioniert smart besonders gut. Der dortige Verkehrsverbund bietet mit seiner VVT SmartRide App Reisenden ein hilfreiches Planungswerkzeug. Mit Echtzeitinformationen von der Verkehrsauskunft Österreich zu Verspätungen und Ankunftszeiten öffentlicher Verkehrsmittel, aber auch zur aktuellen Verkehrslage auf Österreichs Straßen sowie vorhandenen Baustellen, Staus und Umleitungen berechnet die App die passende Verbindung zum Ziel mit Bus, Tram, Bahn, Auto, Fahrrad oder zu Fuß.

Lösungen wie diese sind bitter nötig. Schließlich lebt heutzutage laut der Internationalen Organisation für Migration mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung in Ballungsgebieten; rund 3 Millionen Menschen zusätzlich ziehen vom Land in eine Großstadt – jede Woche. Immer mehr Bewohner, immer weniger Platz: Damit wir uns auch in Zukunft angemessen komfortabel in der Stadt fortbewegen können, sind clevere Produkte wie die VVT SmartRide App gefragt. Dazu gehören auch Smart-Parking-Apps wie Park and Joy: Sie zeigen an, wo Parkplätze frei sind und reduzieren so den Stau, den die Suche nach einem Parkplatz verursacht. Dabei erhebt die App auch Daten, die Grundlage für weitergehende Services sein können: Wer weiß, wer wann und wo parkt, kann Verkehrsströme analysieren und intelligente Fortbewegungskonzepte darauf abstimmen.

Kombinierter Verkehr

Stadt der Zukunft und Autoverkehr – lassen sich diese beiden Aspekte überhaupt miteinander vereinen? Zahlreiche Modellprojekte zeigen, dass es geht. Das Stichwort: sogenannte intermodale Mobilität. Das Prinzip nutzen wir bereits im Alltag häufig: Um an ein Ziel zu kommen, wählen und verknüpfen wir verschiedene Verkehrsmittel miteinander. Auf dem Weg zur Arbeit gehen wir etwa zu Fuß zu einer Bushaltestelle, fahren mit dem Bus zur S-Bahn-Station, und mit ihr dann bis zum Ziel. Egal, ob öffentlicher Nahverkehr, Fahrrad oder Auto – beim intermodalen Verkehr kommt es nicht mehr darauf an, mit welchem Verkehrsmittel du ans Ziel kommst, solange es möglichst schnell, bequem und effizient passiert.

Infografik Arbeitsweg verschiedene Verkehrsmitteln kombinieren

Eine App statt zig Karten und Fahrpläne

Doch auf seinem Weg mehrmals das Verkehrsmittel zu wechseln, kann eine zuverlässige Planung sehr aufwändig machen. Wie lange brauche ich zu Fuß? Wo steige ich am besten um? Erreiche ich meinen Anschlusszug? Kann ich mit meinem Auto gut am Bahnhof parken? Die Antwort: Apps, die dabei helfen, die beste Route zu finden. Die Idee dafür stammt übrigens aus dem Güterverkehr: In der Logistik ist es schließlich schon längst üblich, Waren auf einer Route mit verschiedenen Verkehrsmitteln zu transportieren; von Zug über Schiff bis hin zum Flugzeug.

Genau so soll das auch im Stadtverkehr funktionieren: Einfach sein Ziel einzugeben und die App berechnet und organisiert die günstigste Route. Dabei soll sowohl die aktuelle Verkehrssituation per Echtzeitdaten in die Reiseplanung einfließen, als auch die Parkplatzsituation am Ziel berücksichtigt werden. Spuckt die App für bestimmte Teilabschnitte der Strecke Bus, Bahn, Leihfahrrad oder -Auto aus, sollen auch dafür Fahrkartenkäufe oder Buchungen innerhalb derselben Anwendungen möglich sein.

Und auch für Umweltbewusste gibt es Optionen: Das Schweizer Unternehmen routeRANK etwa bietet intermodale Reiseplanung an, bei der auch gleich der CO2-Ausstoß der gewählten Route berechnet wird. Damit kannst du ideal vergleichen und die umweltbewussteste Reiseart auswählen.

Erste intermodale Pilotprojekte

Auch in Deutschland entwickeln Unternehmen eifrig Lösungen wie diese. So arbeiten etwa die Leipziger Verkehrsbetriebe gerade gemeinsam mit der TU Dresden daran, ihre Mobilitätsplattform Leipzig mobil auszubauen. Unter dem Projektnamen INTER-mobil wollen sie etwa das Angebot von Taxi- und Mietwagenunternehmen sowie Angebote für den Fernverkehr integrieren.

In Mitteldeutschland haben sich zahlreiche Akteure zu dem Pilotprojekt MobilitätsHub zusammengeschlossen. Abellio Rail, die Deutsche Bahn, Fraunhofer IVI, der Magdeburger Regionalverkehrsverbund, der Mitteldeutsche Verkehrsversbund, der Nahverkehrsservice Sachsen-Anhalt und viele mehr entwickeln eine Lösung, die Kunden die Nutzung des gesamten Verkehrsangebots in Mitteldeutschland mit einer regionalen App ermöglicht. Sie soll verkehrsmittel- und tarifgrenzenüberschreitende Auskünfte und Buchungen ermöglichen.

In Osnabrück und im Rhein-Main-Gebiet wird gerade an der Regionalen Kooperations- und Mobilitätsplattform (ReKoMo) gearbeitet. Die anbieterneutrale, interoperable und regionale Kooperations- und Mobilitätsplattform soll verschiedene lokale Anbieter integrieren. Auf einer einzigen Plattform sollen Nutzer letztendlich intermodalen Reiseketten plane und buchen können. Egal, ob sie öffentliche Verkehrsmittel, Carsharing, Bikesharing oder Taxen nutzen wollen.

Unter dem Projektnamen Smart Traffic Flow erprobt Darmstadt gerade, wie sie intermodale Verkehrsketten mit optimal gesteuerten Verkehrsflüssen nutzbar machen können. Sobald auch Nahverkehrsangebote integriert sind, soll das System alternative Verkehrsmittel vorschlagen können, wenn der Zeitaufwand zum Erreichen des Parkplatzes etwa durch einen Stau zu hoch oder die fußläufige Entfernung vom Parkplatz zum Zielort zu groß ist.

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