Verkehrsschild zeigt parkendes Auto auf Gehweg

Jan Ungruhe Magazin

Gierige Automaten am Straßenrand

Parkgebühren in deutschen Großstädten

Sieben Euro für zwei Stunden: In Stuttgart zahlen Autofahrer die höchsten Parkgebühren. Wie hoch die Gebühren in Deutschland sind – und wie ihr künftig mithilfe von Apps auf dem Handy weniger zahlt.

Wer in Stuttgart mit dem Auto unterwegs ist, kann einem schon Leid tun. 2017 steckten Autofahrer durchschnittlich 44 Stunden im Stau, die geplanten Fahrverbote für Diesel-Autos in Stuttgart rücken näher. Und jetzt auch noch das: Stellen Autofahrer ihr Fahrzeug auf Parkplätzen am Straßenrand ab, bezahlen sie für zwei Stunden sieben Euro – trauriger Höchstwert in ganz Deutschland. Das belegt eine Studie des Verkehrsdatenanbieters Inrix aus dem Jahr 2016.

Fünf Städte teilen sich Platz zwei

Die Schwabenmetropole belegt damit den Spitzenplatz vor München, Hamburg, Frankfurt, Berlin und Köln, wo die gierigen Parkscheinautomaten für zwei Stunden sechs Euro schlucken. In Düsseldorf werden durchschnittlich 5,80 Euro fällig, in Essen und Bremen vier Euro und in Dortmund drei Euro.

Abseits der Straße ist’s günstiger

Günstiger ist es, sein Auto auf einem Parkplatz etwas abseits der Straße abzustellen – zum Beispiel in einem Parkhaus. In Stuttgart zahlt man dafür durchschnittlich 4,69 Euro Parkgebühr. Teurer ist es in München (5,66 Euro) und Hamburg (4,75 Euro). Die Zahlen stammen aus der weltweit umfangreichsten Park-Datenbank mit Informationen aus mehr als 8.700 Städten in rund 100 Ländern.

4,4 Milliarden Euro zu viel bezahlt

Hohe Parkgebühren sind unangenehm – richtig ärgerlich wird es aber vor allem, wenn Autofahrer mehr bezahlen als sie müssten. Zum Beispiel dann, wenn sie früher vom Einkaufen zurückkommen als gedacht, den Parkplatz also für eine längere Zeit bezahlt haben. Ein teurer Sicherheitspuffer: Laut Inrix betragen die Ausgaben für unnötige Parkzeiten in Deutschland jährlich 4,4 Milliarden Euro. „Die hohen Kosten treffen nicht nur Autofahrer, sie wirken sich auch negativ auf den lokalen Handel aus, weil Kunden wegen potenzieller Parkprobleme Fahrten in die Innenstadt meiden“, sagte Graham Cookson, Chefökonom bei INRIX und Leiter der Untersuchung, der Münchener Zeitung „tz“. Viele Parkprobleme seien aber nur die Folge fehlender Informationen. Mithilfe technischer Innovationen könne man hier gegensteuern.

Park-Apps erleichtern Bezahlung

Cookson: „Smarte Parklösungen für Autofahrer, Parkplatzbetreiber und Städte würden erheblich dabei helfen, die Suchzeiten, den Verkehr und die Abgasbelastung zu reduzieren.“ Als Zukunftsvision lässt sich das schon nicht mehr bezeichnen, denn schon heute erleichtern Park-Apps auf dem Smartphone die Suche – und auch die Bezahlung – von Parkplätzen.

Parkticket aus der Ferne verlängern

Beispiel Park and Joy: Sobald du eingeparkt hast, ziehst du dein Parkticket einfach per Smartphone und legst in der App die gewünschte Parkdauer fest. Das ist nicht nur bequem, du bezahlst auch nie mehr zu viel. Denn die Parkdauer lässt sich in der App auch nachträglich verkürzen oder verlängern. Fällt die Shoppingtour also einmal ausgiebiger aus als gedacht, verlängerst du einfach direkt im Laden per Handy dein Parkticket. Die Abrechnung erfolgt minutengenau.

Park and Joy in deiner Stadt

Park and Joy funktioniert heute schon in Bonn, Dinslaken, Erfurt, Hamburg und Velbert. Und bald wird es möglich sein, mit Park and Joy überall zu parken. Hier erfährst du, wann die Suche und die Bezahlung von Parkplätzen per App auch in deiner Stadt verfügbar ist.

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