Stadtverkehr mit gelben Taxis in USA

Sarah Heggen Magazin

Freiheit für den Bordstein

Mit neuen Parkkonzepten Stau in der Stadt vermeiden

US-amerikanischen Großstädten droht der Verkehrskollaps. Wie neue Konzepte weniger Stau und gleichzeitig nachhaltiges Handeln ermöglichen – speziell für Logistik, Lieferdienste und Carsharing.

Dicht an dicht schiebt sich der Verkehr im Schneckentempo durch die Stadt. Stotternde Motoren, wildes Hupen, heftige Wortwechsel – die Nerven liegen blank im Feierabendverkehr von Palo Alto, einer Stadt inmitten des Silicon Valleys im Westen der USA. Auch, weil in kürzeren Abständen immer wieder Autos am Bordstein parken – und der Verkehr sich immer wieder aufs Neue staut.

USA – ein Land im Stau: Mit Los Angeles, New York City und San Francisco landen gleich drei US-Großstädte unter den Top 5 der staureichsten Städte der Welt. Bei Spitzenreiter Los Angeles stehen Autofahrer mit 102 Stunden im Jahr sogar mehr als doppelt so lange im Stau wie der Landesdurchschnitt. Das zeigt die INRIX Studie Global Traffic Scorecard und belegt, was Verkehrsteilnehmer Tag für Tag erleben: Amerikas Straßen sind zu voll. Insbesondere die Suche nach einem geeigneten Parkplatz beeinflusst den innerstädtischen Verkehr und erhöht damit das Staupotential: Auf der Suche nach einem Parkmöglichkeit drehen Bewohner und Touristen Runde für Runde durch die Stadt. Lieferwagen, Taxen und private Mitfahrdienste blockieren die Bürgersteige, um Waren an Kunden zuzustellen oder Personen einzusammeln. Doch das könnte jetzt anders werden.

Städte müssen Verkehr anders regeln

Intelligente Parkplatzverwaltung lautet das Zauberwort, um die wachsende Verkehrsüberlastung in den US-amerikanischen Städten zu mindern. Die Idee: Fahrzeuge von Logistik- und Lieferketten sowie Autos für private Fahrgemeinschaften oder Carsharing von der Straße nehmen. Wie einfach das funktioniert, zeigt eine aktuelle PwC-Studie zur Verringerung des weltweiten Stauaufkommens: Stellplätze von der Garage bis zum Parkstreifen müssen dazu nur in sogenannte Bereitstellungsbereiche für diese Fahrzeuggruppen umgewidmet werden. Heißt: Statt beim Zu- oder Aussteigen oder zum Be- oder Entladen auf dem rechten Fahrstreifen oder auf dem Bordstein zu parken, stehen diese Fahrzeuge ganz offiziell auf besagten Stellplätzen, und der Verkehr fließt wieder.

Verkehrssituation kostet Zeit und Geld

Stau ist nicht nur schlecht für Nerven und Umwelt, sondern auch ein Kostenfresser: Allein in den USA summiert sich der Schaden auf bis zu 300 Milliarden US-Dollar jährlich, weil Mitarbeiter zu spät ins Büro oder zu Terminen kommen und Logistikunternehmen mehr Geld für Personal, Sprit und Lieferzeiten einkalkulieren muss. Damit kostet Stau etwa vier Mal so viel, wie das Land für öffentliche Verkehrsmittel ausgibt, um genau diesen zu reduzieren.

5 Gründe für verstopfte Straßen in den USA

1. Makroökonomie: Wirtschaftswachstum führt automatisch zu einem höheren Verkehrsaufkommen.

2. Urbanisierung: Die US-amerikanische Bevölkerung wächst und drängt dabei von ländlichen in städtische Gebiete.

3. Transport-Netzwerk: Private Mitfahrgelegenheiten boomen und bringen mehr Individualverkehr auf die Straßen.

4. E-Commerce: Der Versandhandel nimmt stetig zu und damit auch der Lieferverkehr.

5. Infrastruktur: Mangelnde Investitionen in Verkehrsnetze fördern einen schleppenden Ausbau von Straßen und Mobilität.

Weniger Verkehrsstau durch umgewandelte Parkflächen

Ideen, den Verkehr in den Griff zu bekommen, gibt es viele – oft sind sie aber mit hohen Kosten verbunden – für Investitionen in separate Bus-, Taxi- und Radfahrspuren auf den Straßen über neue Technologien zur Warenzustellung durch Drohnen als Paketlieferanten bis hin zur Preispolitik für Parkplätze um den Verkehr auf außerstädtische Stellflächen umleitet, indem die Preise mit 50 Cent pro Stunde statt zwölf Euro in der Innenstadt günstig ausfallen. Warum da nicht vorhandenes Potential nutzen, ohne dabei tief in die Tasche zu greifen? Das gelingt laut PwC-Studie nicht nur, indem vorhandene Parkplätze an Straßen oder Garagen für Lieferfahrzeuge zum Be- und Entladen freigeben werden. Auch die Möglichkeit des Kurzzeitparkens am Bordstein für Taxen und private Fahrtanbieter an festgelegten Positionen mit entsprechender Verkehrslenkung wäre ebenso hilfreich wie die Idee, Mobilitätsknotenpunkte für Mietfahrzeuge – von Fahrrädern über Motorroller bis hin zum Carsharing-Angebot. Der Vorteil, neben weniger verstopften Straßen: Lieferunternehmen könnten ihre Waren pünktlicher und schneller zustellen, sie könnten in der gleichen Zeit mehr Aufträge bearbeiten – und müssten weniger Strafzettel wegen Falschparkens bezahlen.

Städte brauchen nachhaltige Konzepte

Hinzu kommt: Verstopfte Straßen bedeuten vor allem eins: mehr CO2-Emissionen. Um diese dauerhaft zu senken, setzen Städte auf neue Konzepte für Nachhaltigkeit – insbesondere im Logistiksektor. Dabei sind sich auch die US-amerikanischen Stau-Städte ihrer sozialen Verantwortung bewusst: Los Angeles und San Francisco setzen auf bedarfsgerechte Park- und Preissysteme, die eine gleichmäßigere Auslastung der Parkmöglichkeiten schaffen. So werden Parkplätze außerhalb des Stadtkerns zu deutlich günstigeren Parktarifen in Preissuchmaschinen angeboten, als jene im Zentrum, um den Verkehr aus dem Stadtzentrum fernzuhalten.

Auch mit Park and Joy gelingt Nachhaltigkeit, weil die Suche nach einem passenden Stellplatz entfällt: Mit der Smart Parking App finden Autofahrer direkt einen Parkplatz. So belastet das Auto weniger die Umwelt und versursacht weniger Stau.

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