Polizei kontrolliert Parkscheine

Lena Tausend Magazin

Falschparken kostet Geld und Nerven

Der wahre Preis von Knöllchen und Co.

Ein Blick in den Bußgeldkatalog zeigt es: Falschparken ist nicht billig. Dennoch sammelt der deutsche Autofahrer anscheinend gerne Knöllchen, wie ein internationaler Vergleich zeigt. Was hilft dagegen?

380 Millionen Euro im Jahr: Das zahlen deutsche Autofahrer im Jahr fürs Falschparken. Wie eine aktuelle Umfrage des Software-Unternehmens INRIX herausfand, bekommt jeder deutsche Autofahrer im Schnitt 0,84 Knöllchen im Jahr. Damit ist die Bundesrepublik einsame Spitze – PKW-Fahrer im Vereinigten Königreich oder den USA erhalten jährlich nur 0,66 beziehungsweise sogar nur 0,20 Strafzettel.

Die meisten und billigsten Strafzettel

Woran das liegt? Vielleicht auch daran, dass Parksünder hierzulande eine vergleichsweise milde Strafe erwartet. Denn obwohl deutsche Autofahrer die meisten Knöllchen bekommen, zahlen sie am wenigsten dafür. Pro Jahr berappt jeder deutsche PKW-Führer nur 8 Euro. In England dagegen legen Fahrer je 39 Pfund (umgerechnet mehr als 45 Euro) pro Jahr auf den Tisch. In Amerika sind es immerhin jährlich noch 12 Dollar (umgerechnet knapp 11 Euro).

Dass die Gesamtkosten in Deutschland geringer ausfallen, liegt sicher auch an dem Umstand, dass etwa in England die Strafen je nach Ort des Vergehens sehr unterschiedlich ausfallen. So zahlen Londoner für einen Strafzettel 65 Pfund. Im Rest des Landes wird diese Gebühr auf 35 Pfund reduziert. Deutsche Strafgebühren sind insgesamt niedriger und unterscheiden nicht so sehr nach Standort.

Zu wenige Parkplätze, zu lange Suche

Auch interessant: Die Mehrzahl der deutschen Autofahrer hält unerlaubtes oder zu langes Parken für ein Kavaliersdelikt: 56 Prozent bezahlten bereits keine oder zu wenig Parkgebühren ohne erwischt zu werden. Und 57 Prozent der Befragten würden nichts bezahlen, wenn sie keine Konsequenzen fürchten müssten.

Offensichtlich sehen diese Fahrer sich weniger als Verkehrssünder, sondern eher als Opfer ungünstiger Umstände: Denn 53 Prozent sind der Meinung, dass überhaupt nicht genügend Parkplätze vorhanden sind. Und 66 Prozent fühlen sich während der Parkplatzsuche gestresst. Zusammengerechnet sucht jeder deutsche Autofahrer 41 Stunden im Jahr nach einem Parkplatz, was die deutsche Wirtschaft mehr als 40 Milliarden im Jahr kostet.

Die Lösung für diese Probleme? Jede Menge zusätzliche Parkplätze. Das ist jedoch meist schwierig zu bewerkstelligen. Der effektivere Weg sind intelligente Parklösungen, die Informationen darüber, wo freie Stellflächen sind, Autofahrern schnell und einfach mitteilen. So können sie dabei helfen, die psychologischen und ökonomischen Folgen der übermäßigen Parkplatzsuche abzumildern.

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