Allee mit parkenden Autos in West Hampstead, London

Anna Oelsner Magazin

Einfahrt teilen gegen Parkplatznot

Wie Autofahrer und Besitzer von freien Stellflächen kooperieren können

Parkplatz Sharing: Wer für eine bestimmte Zeit nicht auf eine freie Einfahrt angewiesen ist, stellt sie anderen kostenpflichtig per App zur Verfügung.

Zehn Minuten dauert die Suche schon – bei der dritten Runde um den Block endlich Erleichterung: eine freie Lücke in einer der ansonsten hoffnungslos zugeparkten Nebenstraßen. Schnell hinfahren, Blinker setzen und – Mist: eine Einfahrt. Frustriert geht die Parkplatzsuche weiter.

Die schier endlose Suche nach einem freien Parkplatz: Eine bekannte Situation für Autofahrer in deutschen Städten. Die suchen laut einer Untersuchung des Verkehrsdatenanbieters Inrix im Durchschnitt 41 Stunden pro Jahr nach einem Parkplatz. Und verursachen so etwa ein Drittel aller Kilometer, die Deutschlands Autofahrer jährlich im Stau stehen.

Ein Mittel gegen den immer knapper werdenden Parkraum in der Stadt: Parkplatz Sharing. So wie etwa in London, wo rund 100.000 zusätzliche Parkplätze durch Parkplatz-Sharing zur Verfügung stehen. Oder in San Francisco, wo es 500.000 freie Plätze für Autos sind. Und auch in deutschen Großstädten gibt es genügend ungenutzten Parkraum. Supermarktparkplätze etwa stehen nach Ladenschluss und am Wochenende leer. Dabei können Autofahrer diese freien Flächen legal und ohne Angst vor Knöllchen oder Abschleppen nutzen. Auch Hotels und Unternehmen können ihre ungenutzten Parkplätze auf diesem Wege kostenpflichtig an Autofahrer mittels einer App vermieten. Erste digitale Versuche in Berlin laufen bereits. „Die Zeit für Parkplatz Sharing ist reif“, prognostiziert zurecht etwa das Online Magazin „Deutsche Startups".

Mit dem freien Stellplatz Geld verdienen

Vermieten und vermitteln lassen sich solche freien Flächen über Park-Apps: Autofahrer und Vermieter melden sich kostenlos über den Desktop oder mit dem Smartphone an. Der Vermieter gibt den Standort seiner freien Fläche ein und bestimmt einen Preis.

Der richtet sich meist nach Lage und Parkdauer: Im Schnitt kostet eine Stunde Parken mit einer Park-App etwa 1,50 Euro. Zum Vergleich: Ein regulärer öffentlicher Parkplatz in der Hamburger Innenstadt kostet das Doppelte.

Der Betreiber des Sharing Portals bekommt von der Parkgebühr 30 Prozent, den Rest behält der Vermieter. Ein Beispiel: Wer die freie Fläche vor seiner Einfahrt zu diesen Konditionen durchgehend in einer 40 Stunden-Arbeitswoche vermietet, kann bis zu 170 Euro pro Monat einnehmen. Ist der Vermieter doch mal auf eine Einfahrt angewiesen, lässt sich das im Buchungssystem auch kurzfristig berücksichtigen.

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