Vernetzte Autos in der Stadt

von Jan Ungruhe Aktuelles

So schnell bieten Städte Smart Parking

„Smart Parking lässt sich in drei Monaten realisieren“

Welchen Weg muss eine Stadt beschreiten, um Smart Parking bieten zu können? Michael Kimberger, Projektleiter Park and Joy bei T-Systems, skizziert die Schritte am Beispiel von Königswinter.

In der Politik gilt Peter Wirtz als alter Hase. 2019 ist er genau 20 Jahre Bürgermeister der Stadt Königswinter, und ans Aufhören denkt der 59-Jährige noch lange nicht. Die Digitalisierung der Stadt sieht Wirtz als wichtige Zukunftsaufgabe – und ist vom Thema Smart Parking entsprechend angetan. „Das Angebot ist für Bürger und Touristen ein echter Mehrwert, der die Stadt finanziell nicht weiter belastet“, sagt das Stadtoberhaupt. Doch die Digitalisierung schreitet nach Wirtz‘ Geschmack zu langsam voran. Gemeinsam mit dem Stadtrat hat er sich deshalb in puncto Smart Parking bewusst gegen einen exklusiven Anbieter entschieden. Königswinter setzt stattdessen auf Park and Joy, Premium-Mitglied der Smartparking-Plattform e.V. Im Interview erklärt Michael Kimberger, Projektleiter Park and Joy bei T-Systems, die Vorteile einer offenen Plattform und skizziert den Prozess für Städte.

Drei Fragen an Bürgermeister Peter Wirtz

Herr Wirtz, welche Vorteile verspricht sich Königswinter vom digitalen Bezahlen von Parktickets? Wir versprechen uns Mehrwerte für unsere Bürger und vor allem für Touristen. Touristen schätzen die Parkzeit oft falsch ein und riskieren damit Knöllchen – und diese hinterlassen keinen guten Eindruck. Mit Park and Joy kann ich minutengenau bezahlen und jederzeit meine Parkzeit verlängern oder vorzeitig beenden.

Die Umsetzung in Königswinter hat nur rund drei Monate gedauert. Ist das auch in anderen Städten möglich? Das dürfte kein Problem sein, wir haben hier alles ordentlich geprüft und formal entschieden. Es geht so schnell, weil aufgrund der offenen Plattform keine Ausschreibung erforderlich ist.

Wie geht die Reise mit Park and Joy in Königswinter weiter? T-Systems wird noch in diesem Jahr weitere Sensoren in der Stadt verbauen und uns damit helfen, die Auslastung der Parkplätze in der Stadt sozusagen in Echtzeit zu überblicken. Wir tauschen uns mit T-Systems zudem über viele weitere Ideen aus, bei denen wir als Stadt gerne als Ort der Ideen zur Verfügung stehen.

Herr Kimberger, der Bürgermeister von Königswinter ist von Park and Joy begeistert. Fragt man in anderen Städten nach, ist die Skepsis bei digitalen Parkangeboten dagegen größer. Viele fürchten eine langwierige Umsetzung. Sind die Bedenken berechtigt?
Nein, Städte können Smart Parking heute einfach und schnell anbieten. Dank der offenen Plattform müssen sie die Leistung nämlich nicht ausschreiben. In Königswinter war man von der schnellen Umsetzung begeistert. Hier hatten anfangs alle vermutet, dass es viel komplexer sei.

Wie schnell geht der Prozess konkret vonstatten? Bleiben wir doch beim Beispiel Königswinter: Im September 2018 hatten wir für die Umsetzung das Okay bekommen – und Mitte Dezember konnten wir schon Vollzug melden. In Königswinter können Autofahrer ihre Parkgebühren auf den rund 1.500 städtisch bewirtschafteten Parkplätzen jetzt mit dem Smartphone bezahlen. Auch andere Beispiele zeigen, dass sich Smart Parking innerhalb von drei Monaten realisieren lässt.

Können Sie diesen kurzen Zeitraum für die Umsetzung garantieren?
Letztendlich liegt es auch an den Entscheidungsprozessen der Städte und was mit der vorhandenen Hardware möglich ist. Grundsätzlich muss die Stadt für das Thema digitales Parken bereit sein, Entscheidungsprozesse anstoßen und alle internen Stakeholder einbinden. Zudem muss sie gegebenenfalls ihre Parkgebührenordnung ändern. Aber das Beispiel Königswinter zeigt, dass sich Smart Parking schnell umsetzen lässt, wenn der politische Wille vorhanden ist.

Wie sehen die einzelnen Schritte in einer Stadt genau aus?
Wir hatten in Königswinter zunächst ein Gespräch mit dem Bürgermeister, in dem wir Park and Joy vorgestellt haben. Im September gab es eine Beratung im Stadtrat, dem die Lösung sehr gut gefallen hat, da der Mehrwert für Bürger und Touristen sofort ersichtlich war. Die technische Umsetzung hat dann bis November gedauert, und schon im Dezember konnte Park and Joy genutzt werden.

Welche Herausforderungen gab es bei der technischen Umsetzung?
Technische Prozesse sind vorher schwer einzuordnen, waren in Königswinter aber kein Problem. Außerdem müssen wir die internetfähigen Geräte des Ordnungsamts und die Schnittstelle zur Smartparking-Plattform prüfen.

Welche Tipps können Sie unentschlossenen Städten geben und wieso ist Park and Joy der bessere Ansatz?
Wir zeigen, dass digitales Parken ein Baustein in der Digitalisierungsstrategie der Stadt sein kann und bringen die richtigen Ansprechpartner zusammen. Städte sollten sich über die Möglichkeiten einer offenen Plattform informieren, um langwierige Ausschreibungen zu vermeiden. Sie sollten die Vorteile der Anbietervielfalt nutzen und die Bürger selbst entscheiden lassen, welche App sie am liebsten nutzen.

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