Autos parken im automatischen Parkhaus über - statt nebeneinande

Lena Tausend Magazin

Das rotierende Parkhaus

Im Stapel stehen: Neues Parkkonzept für Innenstädte

Parken wie im Paternoster: Unter dem Namen Rotary Parking erobert gerade eine robotergetriebene, rotierende Parkhauslösung die Welt. Das Ziel: Mehr Parkplätze auf engstem Raum.

Parkplätze sind Mangelware – vor allem in vielen Innenstädten. Die neueste Lösung: Was nicht nebeneinander passt, soll in die Höhe wachsen. Nach diesem Prinzip schießen in Innenstädten weltweit seit einiger Zeit mehrgeschossige Parkhäuser aus dem Boden. Unter dem Namen Rotary Parking vertreibt etwa die südkoreanische Firma DONGYANG PC, Inc. automatische Systeme für sogenannte rotierende Parkhäuser. Im Vergleich zu konventionellen Parkplätzen etwa am Straßenrand sollen Betreiber damit Parkkapazitäten um 800 Prozent und ihre Rendite um 25 Prozent erhöhen können. Und weil die Parkplatzsuche entfalle, sinke auch die Kohlendioxydbelastung um 80 Prozent.

16 Autos auf zwei Parkplätzen

Wie das funktioniert? Das rotierende Parkhaus ist im Prinzip ein umlaufender Lift (ähnlich wie ein Paternoster), in dem die parkenden Autos vertikal gestapelt sind. So enthält ein Parkhaus auf der Fläche von zwei normalen Parkplätzen bis zu 16 Fahrzeuge – übereinander gestapelt. Abstellen und Abholen des Wagens ist unkompliziert. Nutzer fahren ihr Auto in eine designierte Abstellbucht. Nachdem alle Passagiere das Fahrzeug verlassen haben, zieht der Autofahrer an einem vollautomatischen Terminal sein Parkticket. Sobald alle Personen den Transferbereich verlassen haben – was das Parkhaus mithilfe von Sensoren überprüft – hebt es das Fahrzeug selbstständig nach oben in seine Parkposition. So wird Einparken einfach gemacht.

Besonders ausgefeilte Systeme vermessen dabei den Wagen und nutzen so den Platz besonders effizient. Oder sie drehen das Automobil, damit der Fahrer beim Ausparken nicht rückwärts navigieren muss.

Holt der Autofahrer seinen Wagen ab, gibt er sein Parkticket oder einen darauf verzeichneten Code am Terminal ein – schon wird das Auto von dem Parksystem von seinem Stellplatz nach unten geliefert.

Automatische Parksysteme rund um den Globus

Mehr Parkplätze auf geringerem Raum – dieses Versprechen lockt Betreiber auf der ganzen Welt. Bereits 1905 gab es mit der Garage Rue de Ponthieu ein (halb-)automatisches Parkhaus in Paris. Entworfen von dem Architekten Auguste Perret lieferte das System die Fahrzeuge entweder in den ersten oder zweiten Stock; hier parkte Personal sie dann ein.

In den 1920er Jahren hielten dann Lösungen nach dem heute noch verwendeten Paternoster-Prinzip in zahlreichen US-amerikanischen Städten wie New York, Chicago oder Los Angeles Einzug. Mit erstaunlicher Kapazität: So konnten in der Kent Automatic Parking Garage auf der Quincy Street in Chicago auf 28 Stockwerken 1.200 Fahrzeuge parken.

Das erste vollständig fahrerlose Parkhaus wurde 1951 in Washington D.C. eröffnet. Dieser „Park-o-Mat“ hatte eine Grundfläche von nur circa acht mal zwölf Metern und bot auf 16 Stockwerken 72 Autos Platz.

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