Zwei junge Frauen stehen lachend am geöffneten Kofferraum und schauen auf ein Smartphone

Anna Oelsner Magazin

Briefkasten auf vier Rädern

Parken und gleichzeitig Post bekommen? So geht’s!

Mit schlüssellosen Diensten wird der Kofferraum zum Briefkasten. In Kombination mit Smart Parking finden Autofahrer nicht nur schnell einen Parkplatz – auch das leidige Anstehen vor dem Postamt fällt weg.

Zu Hause im Briefkasten liegt ein gelber Zettel – schon wieder den Paketboten verpasst. Also ab zum Postamt – und Schlange stehen, 18 Uhr kurz bevor die Filiale schließt, gemeinsam mit zwanzig anderen genervten Kunden.

Ein verbreitetes Szenario – denn der Online-Handel boomt. Laut einer Studie des Verbands der Internetwirtschaft eco und der Unternehmensberatung Arthur D. Little, wächst der Onlinehandel hierzulande seit 2015 pro Jahr durchschnittlich 13 Prozent. 2019 wird der Online-Umsatz demnach auf mehr als 70 Milliarden Euro gewachsen sein.

Doch die Möglichkeit, Pakete und Päckchen auch unterwegs zu erhalten, sind wenig verbreitet. Abhilfe schaffen könnte ein Pilotprojekt zu schlüssellosen Diensten, zum dem sich der Paketversender DHL und mehreren Autoherstellern zusammengetan haben. Das Ziel: Den Kofferraum als Briefkasten nutzen. Auch Retouren sollen im Auto hinterlegt und vom Paketboten abgeholt werden können. Bereits 2014 testete Volvo diesen Service in Schweden, ein Angebot von VW soll 2019 in Deutschland starten. Smart und BMW bieten den Service aktuell in Deutschland an. Aber wie genau funktioniert das?

Nie wieder vor dem Postamt Schlange stehen

Bei einer Online-Bestellung wählst du als Lieferoption „Kofferraumzustellung“ aus. Über eine App generierst du eine TAN-Nummer und gibst eine Lieferadresse ein, in deren Nähe dein Auto zum Lieferzeitpunkt stehen wird. Zusätzlich bestimmst du das Zeitfenster, in dem die Sendung eingeht. Über die App kannst du den Lieferstatus deiner Sendung verfolgen. Der Paketbote ortet dein Auto per GPS. Mit einer App und der von dir hinterlegten TAN, öffnet er einmalig den Kofferraum deines Autos. So oder so ähnlichen sollen die Dienste der unterschiedlichen Autohersteller in Zukunft funktionieren, doch aktuell gibt es noch einige Hürden.

Technologie muss erschwinglich und praktisch sein

Der Wermutstropfen: Die Technologie und die entsprechende Hardware für den Service müssen in die meisten Autos erst eingebaut werden. Bei Smart belaufen sich die Kosten dafür zwischen 199 und 299 Euro. Ein vergleichsweise hoher Preis für Online-Shopper, die reibungs- und vor allem kostenlosen Versand und Retouren ihrer Pakete gewohnt sind.

Hinzu kommt eine technische Hürde: Befindet sich das Auto nicht im Radius von rund 300 Metern um die angegebene Lieferadresse – weil in diesem Umkreis etwa gerade kein Parkplatz zu finden war, kann der Paketbote den Briefkasten auf vier Rädern nicht orten und das Paket dort nicht hinterlegen.

Parkplatz und Briefkasten in einem

Die Lösung: Smart-Parking-Apps, wie Park and Joy. Einfach Ware bestellen, Parkplatz für den gewünschten Lieferzeitraum reservieren und die Parkdauer bequem von unterwegs aus verlängern oder verkürzen, je nachdem, wann die Sendung ankommt. So wird die freie Fläche gleich doppelt genutzt.

Damit der Kofferraum dauerhaft erfolgreich zum Briefkasten wird, ist eine durchgehend stabile Internetverbindung absolute Voraussetzung. Zuverlässig gibt es das aktuell nur in Ballungsräumen. Zudem müssen möglichst viele Online-Shops mitmachen und die entsprechende Hardware für das Auto erschwinglich sein.

Sind diese Hürden überwunden, wäre es in Zukunft denkbar, dass Kunden auch andere Waren direkt in den Kofferraum liefern lassen – von Kleidung aus der Reinigung bis zum gesamten Lebensmitteleinkauf.

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