Abschleppwagen schleppt Auto vom Parkplatz ab

Rainer Schlösser Tipps und Tricks

Auto abgeschleppt - was nun?

Alle Infos rund ums Abschleppen nach dem Falschparken

Wann dein Auto abgeschleppt werden darf und wann nicht, wie du es wiederbekommst und was dich das kostet.

Manchmal hat man es eilig, will „nur kurz beim Bäcker rausspringen“, hat das Parkverbotsschild übersehen oder kein Kleingeld für den Parkautomaten. Schon ist es passiert und ein Knöllchen steckt unter dem Wischerblatt. Noch unangenehmer wird es, wenn das Auto bei der Rückkehr weg ist, weil es abgeschleppt wurde. Das kann richtig teuer werden.

Du wirst zwar nicht gleich abgeschleppt, nur weil dein Parkschein abgelaufen ist. Gründe, ein Abschleppfahrzeug zu rufen, gibt es aber genug. So dürfen Polizei und Ordnungsamt im öffentlichen Raum (je nach Bundesland) zum Beispiel abschleppen:

  • vor Hydranten,
  • vor Feuerwehrzufahrten,
  • in engen Kurven und an unübersichtlichen Stellen,
  • wenn andere Verkehrsteilnehmer behindert oder gefährdet werden
  • oder im absoluten Halteverbot.

Aufpassen solltest du auch bei temporär eingerichteten Parkverboten – zum Beispiel für Kehrmaschinen – und bei mobilen Parkverbotsschildern. Stellt die Stadt neben deinem Auto ein Schild auf, während du im Urlaub bist, hast du unter Umständen Pech gehabt: Nach drei Tagen darf sie dir einen Strafzettel verpassen – oder dich abschleppen lassen.

Die Polizei muss jedoch immer die Grundsätze von Notwendigkeit und Verhältnismäßigkeit wahren. Notwendig wird der Abschleppwagen, wenn sich die Behinderung nicht anders beseitigen lässt. Verschiedene Gerichte haben aber auch schon die Unverhältnismäßigkeit einer solchen Maßnahme bestätigt, wenn etwa der Autofahrer noch schnell sein Kind zur Kita bringen wollte.

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Dem Abschleppwagen entgehst du am besten mit einem regulären Parkplatz – den man ganz einfach mit der Park-and-Joy-App findet. Gib dein Ziel ein und lass dich von deinem Handy zu einem freien Stellplatz navigieren. Die Parkgebühr kannst du beim Handyparken  gleich über die App bezahlen. So brauchst du auch kein Kleingeld für den Parkautomaten.

Darf ich auf einem Supermarktparkplatz parken?

Auf dem Parkplatz eines Supermarkts solltest du dein Auto nur abstellen, wenn du dort auch einkaufst. Da ihre Kundenparkplätze häufig von Dauerparkern besetzt werden, setzen laut ADAC nämlich immer mehr Betreiber private Parkraumbewirtschafter ein. Diese überwachen den Supermarktparkplatz und kassieren ab – oder rufen den Abschleppdienst. Das ist rechtens, denn die privaten Grundstücksbesitzer – neben Supermärkten etwa auch Fitnessstudios, Hotels oder Restaurants – wollen ihre eigenen Parkplätze natürlich für Kunden oder Gäste freihalten. Du kannst dich nicht darauf verlassen, dass sie fremde Autos dulden. Aber auch hier gab es laut ADAC bereits Urteile wegen Unverhältnismäßigkeit, weil ein Fahrzeug nachts auf einem leeren Kundenparkplatz stand.

Checkliste: Was muss ich beachten, wenn mein Auto abgeschleppt wurde?

  • Informiere dich bei der Polizei oder dem Parkplatzbetreiber, wo dein Auto jetzt steht.
  • Bei privaten Überwachungsdiensten: Lass dir einen Nachweis zeigen, dass dieser Falschparker entfernen lassen darf.
  • Vergewissere dich, dass auf einem Schild mit dem Abschleppdienst für Falschparken gewarnt wurde.
  • Musst du die Abschleppgebühr sofort bezahlen, bestehe auf eine Rechnung.
  • Hältst du den zu zahlenden Betrag für total überzogen (zu den Abschleppkosten siehe „Häufige Fragen“) oder sollst du zusätzlich den Parkraumdienst oder Ermittlungskosten bezahlen? In dem Fall kannst du das Geld auch beim zuständigen Amtsgericht hinterlegen. Denn du musst dem Abschlepper lediglich die Abschlepp- und die Vorbereitungskosten erstatten.

Ey Mann, wo is‘ mein Auto?

Nach dem Schock, dass das Fahrzeug offensichtlich abgeschleppt wurde, kommt die Frage, wo es denn jetzt steht. Zunächst mal besteht kein Grund zur Panik. Hat die Polizei das Fahrzeug wegen Falschparkens im öffentlichen Raum abgeschleppt, könnte dein Auto sogar in Sichtweite stehen. Verbotswidrig abgestellte Fahrzeuge dürfen nämlich nur so weit wie unbedingt notwendig weggesetzt werden – auf einen Stellplatz in der Nähe zum Beispiel. Das geht allerdings nicht, wenn dein Fahrzeug vor dem Abschleppvorgang geöffnet werden musste. Da man es anschließend nicht mehr unbeaufsichtigt abstellen kann, landet es auf einem behördlichen Verwahrplatz oder dem Betriebshof des Abschleppdienstes. Es kann aber auch sein, dass dir ein privater Parkplatzwächter den Standort erst mitteilt, nachdem du sein Knöllchen bezahlt hast. Tatsächlich ist das nach einem Urteil des BGH zulässig.

Häufige Fragen rund ums Abschleppen

Muss ich auch zahlen, obwohl ich meinen Wagen noch rechtzeitig weggefahren habe?

Wenn du vor dem Abschleppdienst zu deinem Fahrzeug zurückkehrst, musst du zwar nicht den kompletten Abschleppvorgang bezahlen, aber zumindest die Leerfahrt des Unternehmens.

Wer haftet für Beschädigungen am Fahrzeug?

Der Verursacher – die Beweislast liegt allerdings bei dir. Immerhin überprüft die Polizei Fahrzeuge vor dem Aufladen auf Vorschäden.

Was kostet es mich, wenn ich abgeschleppt werde?

Im Schnitt etwa 100 Euro – abends oder am Wochenende kann es allerdings deutlich teurer werden. Abschleppdienste haben oft sehr unterschiedliche Preise. Hinzu kommen Verwaltungsgebühren, die ebenfalls von Gemeinde zu Gemeinde variieren. Und natürlich ein Bußgeld fürs Falschparken; das kann zum Beispiel bei einer blockierten Feuerwehrzufahrt 60 Euro und mehr betragen. Außerdem wird es teurer, je länger dein Auto auf dem Abschlepphof steht.

Darf das Abschleppunternehmen meinen Pkw einbehalten?

Das Abschleppunternehmen hat ein Zurückbehaltungsrecht, bis du seinen Dienst bezahlt hast.

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